Tanklaster kommt von L16 bei Manderscheid ab - Vollsperrung

Vollsperrung nach Unfall : In Leitplanke gekracht, in Abhang gerutscht: Tanklaster kippt auf L16 bei Manderscheid um (Fotos)

Ein Heizöl-Laster ist auf der L16 zwischen Wallscheid und Manderscheid von der Straße abgekommen. Dabei wurde der Fahrer laut Polizei in der Kabine eingeklemmt. Die Straße bleibt während der Rettungsarbeiten bis zum Abend gesperrt.

Glück im Unglück hat am Vormittag gegen 11.45 Uhr der Fahrer eines Heizöllasters bei Manderscheid gehabt. Er kam mit seinem Fahrzeug aus ungeklärter Ursache von der L16 ab, dort wo die Straße von der Autobahn A1 nach Manderscheid steil den Berg hinab führt.

Dabei soll das Fahrzeug nach Auskunft der Polizei noch auf der Straße auf die Seite gekippt sein. Der mit 13.000 Litern Heizöl beladene Tanklastwagen rutschte dabei etwa 50 Meter gleichzeitig über die Gegenfahrbahn samt Leitplanke.

Welche Kräfte dabei am Werk waren, sieht man an den Überresten der Leitplanke. Sie wurde auf dieser Strecke ebenerdig in den Boden gestampft. Dann rutschte der Lastwagen, der sich während des Rutschvorgangs gedreht hat, mit dem Heck voran einen Abhang hinunter und kam einige Meter tiefer vor einem Baum zum Liegen.

Der Lastwagenfahrer wurde verletzt und nach Angaben des stellvertretenden Wehrleiters der Freiwilligen Feuerwehr Manderscheid, Andreas Becker, in der Fahrerkabine eingeklemmt. „Wir haben für die Erstversorgung erst das Dach aufgeschnitten. Später sind wir in die Fahrerkabine rein, wo er mit den Füßen eingeklemmt war, und haben ihn freigeschnitten.“ Der Fahrer sei während der Rettungsaktion bei Bewusstsein und ansprechbar gewesen, sagte Becker. „Er hatte ein paar Schrammen.“

Der Lastwagenfahrer hatte wohl mehr als nur einen Schutzengel: Nicht nur, dass sich sein Fahrzeug während des Rutschvorgangs drehte, und mit dem Heck voran den Abhang hinabrutschte. Er hatte ebenfalls Glück, weil zufällig wenige Sekunden nach seinem Unfall ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes mit Sanitätern auf der L16 unterwegs war.

Ein weiterer glücklicher Umstand war die Tatsache, dass, wie Becker erklärt, kein Heizöl ausgelaufen sei. „Der Tank blieb dicht.“ So ist Manderscheid wohl auch eine Umweltkatastrophe erspart geblieben. Die 13.000 Liter Heizöl sollen am späten Nachmittag vom Heizöl-Unternehmen, dessen Fahrzeug dort verunglückt ist, abgepumpt werden.

Danach soll das Fahrzeug mit einem Bergungsfahrzeug aus dem Abhang gezogen werden. Die Feuerwehr hat das Fahrzeug abgesichert und große Teile des auslaufenden Dieselkraftstoffs aus dem Kraftstofftank des Fahrzeugs in einer Wanne aufgefangen.

Im Einsatz waren 30 Feuerwehrleute aus Manderscheid, Laufeld, Pantenburg, Kues und Wittlich, Rettungsdienste, die Polizei sowie ein Notarzt aus dem Krankenhaus Daun.

Aktuell dürften keinerlei Gefahrstoffe an der Unfallstelle austreten. Vertreter der zuständigen unteren Wasserbehörde wurden angefordert, um eine mögliche Umweltgefährdung einzuschätzen.

An der Unfallstelle wurde durch die Polizei in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Straßenmeisterei eine Vollsperrung, sowie eine entsprechende Umleitungsstrecke eingerichtet.

Spezialkräfte der Polizei sind zudem zwecks Auslesens und Auswertung des Fahrtenschreibers vor Ort.

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