Fahndung in Nohfelden Fußgänger stirbt nach Unfall – Ermittlungsgruppe 330 sucht jetzt nach dem Fahrer

Update | Nohfelden · Bei einem Unfall bei Nohfelden ist ein junger Mann ums Leben gekommen. Erste Hinweise von Zeugen zum geflüchteten Autofahrer liegen vor. Die Polizei setzt eine Ermittlungsgruppe ein.

Tödlicher Unfall Nohfelden:  Ermittlungsgruppe sucht Verursacher
Foto: Fritz-Peter Linden

Dramatischer Unfall in der Nacht auf den zweiten Weihnachtstag: Dabei ist ein Mann getötet worden, der zwischen Sötern und Schwarzenbach (Landkreis St. Wendel) unterwegs war. Die Polizei in Wadern sucht jetzt nach dem Autofahrer, der dafür verantwortlich gemacht wird.

Um ihn zu ergreifen, arbeitet ab sofort eine eigens dazu eingerichtete Ermittlergruppe. Das meldet Melanie Mohrbach, Pressesprecherin beim Landespolizeipräsidium in Saarbrücken. Demnach arbeiteten zurzeit acht Kollegen des Dezernats Tötungsdelikte an der Sache. Die Gruppe heiße 330 – nach der Landstraße benannt, auf der es zu dem Unglück kam.

Unfall im Nord-Saarland: Fußgänger (25) vom Auto erfasst und getötet

Nach Angaben der Polizeiinspektion Nord-Saarland in Wadern war das 25 Jahre alte Opfer auf der L330 zwischen den dem Nohfelder Ortsteil Sötern und Nonnweiler-Schwarzenbach unterwegs. Dort soll ihn der bislang Unbekannte erfasst und ihm dabei die tödlichen Verletzungen zugefügt haben.

Statt sich um den Mann zu kümmern, zog es der Unfallverursacher vor, die Flucht zu ergreifen. Passanten fanden den Mann auf der Straße und alarmierten die Polizei. Ein Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen. Der Getötete stammt aus einem Nonnweiler Ortsteil, wie ein Pressesprecher auf SZ-Anfrage berichtet. Er soll aber nicht ursprünglich aus der Gemeinde kommen.

Der Leichnam sei nun bei der Obduktion. Ärzte an der Rechtsmedizin an der Uni-Klinik in Homburg sollen herausfinden, was die Todesursache war. Deren Bericht liege indes noch nicht vor, wie Mohrbach am Dienstag, 27. Dezember, meldet.

Bislang haben die Ermittler offensichtlich noch keine stichfesten Hinweise auf den Autofahrer. Deshalb setzen sie weiter auf Zeugen, um ihn zu ergreifen. Bis zum Dienstagnachmittag sollen sich bereits Bürger bei der Polizei gemeldet haben. Allerdings seien unter den Berichten bisher „nur vage Informationen“, mit denen der Unfallfahrer noch nicht ausfindig gemacht werden konnte.

Das Auto habe bei dem Aufprall wohl Teile verloren. An der Unglücksstelle seien jedenfalls Trümmer gefunden worden. Diese untersucht zurzeit ein Gutachter, um sie einem Wagen zuzuordnen. Letztlich solle geklärt werden, ob die Bruchstücke tatsächlich mit dem aktuellen Unfall in Verbindung stehen oder von einem vorherigen Zusammenstoß herrühren, heißt es von der Waderner Polizei.

Die Polizei und auch Feuerwehr waren mehrere Stunden im Einsatz. Die Strecke war ab 1 Uhr bis etwa 5 Uhr gesperrt.

Zweiter tödlicher Verkehrsunfall im Saarland mit Fußgänger binnen einer Woche

Erst vor einer Woche war ebenfalls bei einem Verkehrsunfall ein Fußgänger auf einer Landstraße bei der saarpfälzischen Kreisstadt Homburg ums Leben gekommen. Dabei hatte ein Autofahrer (68) aus Zweibrücken einen 86-Jährigen mit seinem Fahrzeug erwischt.

Hinweise an die Polizei in Wadern: Tel. (0 68 71) 9 00 10.

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