1. Blaulicht

Toter in Eifeler Kanalschacht ist identifiziert

Blaulicht : Skelettfund in der Eifel: Identität des Toten ist ermittelt

Was viele vermuteten, hat sich bei der Obduktion bestätigt: Die Überreste, die am Mittwoch in einem Kanalschacht in der Eifel gefunden wurden, sind die des seit 2009 vermissten Mannes aus Prüm.

Das Skelett des Mannes war am Mittwoch von Kräutersammlern in der Nähe der Straße zwischen Fleringen und Rommersheim (Verbandsgemeinde Prüm) entdeckt worden.

Die Zeugen, teilt das Polizeipräsidium Trier am Freitag mit, hätten zunächst den Fund eines menschlichen Schädels in einem abseits eines Feldwegs gelegenen Betonschacht gemeldet.

Bei der Bergung förderte die Polizei dann „ein augenscheinlich komplettes, bekleidetes menschliches Skelett sowie offenbar persönliche Gegenstände des Verstorbenen aus dem etwa 1,50 Meter tiefen Betonschacht“.

 Der Waldweg auf der Trasse der einst geplanten E 42, an dessen Seite sich die alten Kanalschächte befinden.
Der Waldweg auf der Trasse der einst geplanten E 42, an dessen Seite sich die alten Kanalschächte befinden. Foto: Fritz-Peter Linden

Die Obduktion des Leichnams am Institut für Rechtsmedizin in Mainz habe eindeutig ergeben, dass es sich um die sterblichen Überreste des seit 2009 vermissten, damals 72 Jahre alten Albert M. aus Prüm-Dausfeld handelt. Er hatte Ende November 2009 gegen Abend sein Haus verlassen, seine Frau hatte ihn am nächsten Tag als vermisst gemeldet. Albert M. konnte allerdings trotz intensiver Suche und öffentlicher Fahndung damals nicht gefunden werden.

Die Klärung der Umstände seines Todes stehe jetzt „im Mittelpunkt der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Trier“, heißt es weiter in der Mitteilung. „Hinweise auf einen strafrechtlich relevanten Hintergrund haben die bisherigen Untersuchungen nicht ergeben, die Analysen insbesondere der Gerichtsmedizin und die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern derweil noch an.“

Offen bleibt damit aber vorerst auch die Frage, warum der Tote in dem offenen Schacht so lange nicht gefunden werden konnte. Und ob er tatsächlich elf Jahre lang unentdeckt dort gelegen hat.