Bundespolizei SS-Runen und Hakenkreuz: 29-Jähriger mit verbotenen Tätowierungen gestoppt

Trier · Mehrere verbotene Tätowierungen stellte die Bundespolizei am Sonntag bei einem 29-jährigen Bulgaren fest. Was dazu bekannt ist.

Symbolbild

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Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

Bei einem 29-Jährigen stellte die Bundespolizei am Sonntagmittag (28. April) im Rahmen einer Personenkontrolle mehrere verbotene Tätowierungen im sichtbaren Bereich des Körpers fest. Dabei handelt es sich um verbotene Symbole und Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen mit rechtsextremistischem Bezug am Hinterkopf und Nacken. Weitere Tätowierungen befanden sich an Schienbein und Brust.

Auf Nachfrage erklärt Bundespolizei-Sprecher Stefan Döhn, dass der Mann eine Glatze habe. Deshalb seien der Streife der Bundespolizei, die ihn in der Luxemburger Straße angehalten habe, direkt die SS-Runen am Hinterkopf aufgefallen. Im Nacken habe der Mann noch den Zahlencode „1312“ tätowiert gehabt, der für die Polizistenbeleidigung „All Cops are Bastards“ steht. Weiterhin habe er auch ein Hakenkreuz und einen „White Power“- Schriftzug als Tattoo gehabt.

Gegen den bulgarischen Staatsbürger, der laut Döhn im Saarland lebt, wurde ein Strafverfahren wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen den Mann eingeleitet. Diese Straftat ist in Paragraf 86a des Strafgesetzbuchs geregelt und wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet.

Der Bulgare bleibt jedoch auf freiem Fuß. Die Bundespolizei brachte ihn zu seiner Wohnung, nachdem die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren. Auf Nachfrage sagt Döhn, dass der 29-Jährige der Bundespolizei bisher nicht als rechtsextremer Straftäter bekannt gewesen sei. Die Kontrolle sei nicht gezielt gewesen, sondern Teil der normalen Streifentätigkeit der Bundespolizei.

Die Bundesbeamten dürfen Personen und Fahrzeuge im Rahmen des Grenzschutzes bis zu 30 Kilometer ins Landesinnere kontrollieren. In dem Bereich liegt nicht nur das ganze Stadtgebiet von Trier, sondern auch Konz, Saarburg und Bitburg. Sogar im Raum Wittlich dürfen Bundespolizisten laut Döhn noch Fahrzeuge kontrollieren.

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