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Trier: Hochzeitskorso sorgt für Großeinsatz der Polizei

Sperrung der Aulstraße : Schussgeräusche am Moselufer - Hochzeitskorso sorgt für Großeinsatz der Polizei in Trier (Fotos)

Hochzeitsgäste haben am Samstagnachmittag Feuerwerkskörper aus fahrenden Autos am Moselufer geschossen. Die Polizei rückte daraufhin wegen des Verdachts auf Schusswaffen zu einem Großeinsatz aus. Was die Beamten dort vorfanden.

Anrufer berichteten der Polizei am Samstag gegen 18.40 Uhr von Böllern und „schusswaffenähnlichen Gegenständen“ die am St.-Barbara-Ufer von einem Autokorso aus in die Luft abgefeuert worden seien. Aus mehreren Fahrzeugen seien Knallkörper auf die Straße geworfen worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei Trier vom Samstag. Da die Polizei mit einer akuten Gefahrensituation rechnen musste, rückte sie sofort mit „starken Kräften“ in Richtung Moselufer aus.

Der Hochzeitskorso wurde in der Aulstraße gestoppt, welche während des Einsatzes für längere Zeit gesperrt werden musste, meldet die Polizei weiter. Bei der Kontrolle der Fahrzeuge seien keine Waffen, aber „gefährliche Gegenstände“ sichergestellt worden. Es bestand laut der Polizei zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung. Die Hochzeitsgäste erwarte nun ein Ermittlungsverfahren.

Ob es sich bei den sichergestellten Gegenständen ausschließlich um Feuerwerkskörper gehandelt hat, dazu wollte die Polizeiinspektion Trier am Sonntag keine weitere Auskunft geben. Wann und wie Feuerwerkskörper gezündet werden dürfen, regelt in Deutschland das Sprengstoffgesetz. Abgesehen von Kleinstfeuerwerk wie Knallerbsen und Wunderkerzen ist das private Abbrennen von Feuerwerk demnach ohne ausdrückliche Genehmigung außerhalb von Silvester verboten. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder von mehreren Zehntausend Euro.