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Trier: Mann bei Brand lebensgefährlich verletzt - Polizei ermittelt

Über 100 Einsatzkräfte vor Ort : Kripo ermittelt nach verheerendem Wohnungsbrand in Feyen - Mann erleidet lebensgefährliche Brandverletzung (Update)

Die Feuerwehr musste am Freitagmorgen zu einem Großeinsatz in der Straße auf Hirtenberg in Trier-Feyen ausrücken. Mehrere Bewohner waren wegen eines brennenden Treppenhauses in ihren Wohnungen gefangen. Sie mussten mit Leitern und Sprungtüchern gerettet werden.

Das Obergeschoss des Hauses in der Straße Auf Hirtenberg in Feyen stand bei Eintreffen der Feuerwehr komplett in Flammen, meldet die Stadt Trier. Ein Mann hatte sich schwerverletzt auf einen Balkon gerettet und musste aus fünf Metern Höhe in ein Sprungtuch der Feuerwehr springen. Er wurde mit lebensgefährlichen Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht. In einer anderen Wohnung war eine dreiköpfige Familie in ihrer Wohnung eingeschlossen, da das Treppenhaus Feuer gefangen hatte. Die Eltern und ihr Kind wurden mit tragbaren Rettungsleitern aus der Wohnung befreit und blieben unverletzt. Ein weiterer Bewohner entkam mit einer Rauchgasvergiftung aus dem Gebäude.

Ob der Schwerverletzte immer noch in Lebensgefahr schwebt, ist nicht bekannt. Es wurde ein Hubschrauber angefordert, um ihn in eine Spezialklinik zu bringen.

Das Feuer war laut der Stadt Trier nach 20 Minuten unter Kontrolle. Die Wohnung des Verletzten ist komplett ausgebrannt, das Dach wurde zerstört und das Treppenhaus geschwärzt. Die Polizei Trier schätzt den Schaden auf über 200.000 Euro. Was das Feuer in dem Haus ausgelöst hat, sollen nun die Brandermittler der Kriminalpolizei Trier herausfinden.

Insgesamt waren in Feyen rund 110 Einsatzkräfte vor Ort. Durch ein fast gleichzeitiges Feuer in der Gerberstraße in Trier-Süd wurde die Koordinierung der Einsatzkräfte zur Herausforderung, erklärt Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier.

In der Gerberstraße war eine halbe Stunde zuvor eine Dachgeschosswohnung in Brand geraten. Verantwortlich ist dafür laut Polizei vermutlich ein technischer Defekt. Das Feuer konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Es wurde zwar niemand verletzt, der Schaden liegt jedoch im sechsstelligen Bereich.

Neben der Berufsfeuerwehr Trier waren bei den beiden Bränden auch die Freiwilligen Feuerwehren Stadtmitte, Olewig, Euren, Kürenz und Ehrang, der Rettungsdienst, die Schnelle Einsatzgruppe, der Leitende Notarzt, die Polizei Trier, die Stadtwerke und ein Notfallseelsorger im Einsatz.