Bedrohte eine Gruppe In Trierer Innenstadt: Mann zückt im Streit plötzlich vermeintliche Schusswaffe

Update | Trier · Ein Mann hat in der Nacht auf Samstag für einen größeren Polizeieinsatz in Trier gesorgt. Der Grund: Er war mit einer Gruppe in Streit geraten und zückte daraufhin eine Waffe – und die sah täuschend echt aus.

 In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es wegen einer Fake-Waffe zu einem größeren Polizeieinsatz in der Trierer Innenstadt (Symbolbild).

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es wegen einer Fake-Waffe zu einem größeren Polizeieinsatz in der Trierer Innenstadt (Symbolbild).

Foto: dpa/Lino Mirgeler

Weil er eine fünfköpfige Gruppe auf dem Trierer Hauptmarkt mit einer vermeintlichen Schusswaffe bedroht haben soll, hat die Polizei einen jungen Mann in der Nacht von Freitag, 21. Juni auf Samstag, 22. Juni vorläufig festgenommen. Zu dem Streit kam es laut Polizei kurz vor Mitternacht. Zu diesem Zeitpunkt soll der Mann, der im Stadtgebiet Trier wohnt, auch die Fake-Waffe gezückt haben. „Zeugenaussagen zufolge hat er die Personengruppe zuvor provoziert und durch Kraftausdrücke beleidigt“, so Martin Schneider, Dienstgruppenleiter für das Stadtgebiet Trier, auf Nachfrage unserer Redaktion. Danach soll der 24-jährige Deutsche vom Hauptmarkt geflohen sein.

Größerer Polizeieinsatz durch Bedrohung mit vermeintlicher Schusswaffe

Mit seinem Verhalten sorgte der Mann, der laut Zeugen komplett in weiß gekleidet war, für einen größeren Polizeieinsatz. Gegen 1 Uhr konnten die Beamten ihn am Stockplatz widerstandslos festnehmen. Bei der aufgefundenen Waffe handelte es sich laut Polizei um eine täuschend echt aussehenden Pfefferspraypistole. „Die Pistole hatte kein Prüfzeichen und war somit nicht amtlich zugelassen“, so Schneider. Außerdem habe der Mann Pfefferspray mit sich geführt.

Da es durch die Anscheinswaffe zu keinem Körperschaden kam, wurde der 24-Jährige noch in der Nacht wieder auf freien Fuß gelassen. Wegen Verstoß gegen das Waffengesetz sowie Bedrohung und Beleidigung ist ein Strafverfahren gegen ihn eröffnet worden. Ob der junge Mann bereits zuvor polizeilich in Erscheinung getreten ist, ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.