An Trierer Ampel-Blitzer Motorradfahrer filmt sich beim Rasen – und wird erwischt

Trier · In Trier hat ein Motorradfahrer an einem Ampel-Blitzer selbst auch auf den Auslöser gedrückt. Polizei und Ordnungsamt kam bei bei der Suche nach dem Raser Kommissar Zufall zu Hilfe.

Trier: Motorradfahrer filmt sich bei Rotlicht-Blitz
Foto: Rainer Neubert

Ein Motorradfahrer, der sich kürzlich selbst beim Rasen gefilmt hat, ist dank der Ermittlungen des Ordnungsamtes der Stadt Trier und eines aufmerksamen Polizisten ermittelt worden. Ihn erwarten nun ein hohes Bußgeld und möglicherweise auch ein Fahrverbot.

Ende Januar registrierte die Verkehrsüberwachung des städtischen Ordnungsamtes an einem Ampelblitzer am Martinsufer einen Motorradfahrer, der spät abends mit 90 statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde unterwegs war. Damit nicht genug: Das Blitzerfoto zeigte, dass der Mann mit dem Handy in der linken Hand fuhr und sich offenbar beim Rasen und Geblitztwerden filmte oder fotografierte. Er war sich scheinbar sicher, dass die Ermittlung von Motorradfahrern auch mit moderner Blitzertechnik nicht möglich ist.

Der junge Mann hatte seine Rechnung aber ohne einen aufmerksamen Polizisten gemacht und offenbar auch nicht damit gerechnet, dass das Trierer Ordnungsamt auch in schwierigen Fällen zu ermitteln versucht. Denn zwei Tage nach dem Blitzer-Foto war der Motorradfahrer zunächst in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem er verletzt wurde und der von der Trierer Polizei aufgenommen wurde. Das Ordnungsamt stellte wenig später die Blitzerfotos auf der Suche nach einem verdächtigen Motorradraser auch den Kolleginnen und Kollegen der Trierer Polizei zur Verfügung – und der Beamte, der den Unfall aufgenommen hatte, erkannte das Motorrad wieder.

Das Ordnungsamt erwirkte daraufhin beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss, der nun vollstreckt wurde. Dabei fand sich auf dem Handy des Verdächtigen im Messenger-Dienst Snapchat ein Video, auf dem er sich selbst beim Geschwindigkeitsverstoß gefilmt hatte.

Der Mann muss nun mit einem hohen Bußgeld und möglicherweise auch mit einem Fahrverbot rechnen.

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