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Trier-Olewig: Hund beißt Kind und Halterin flüchtet - Zeugen gesucht

Kind schrie vor Schmerz : Zeugen gesucht: Hund verbeißt sich in Knöchel von Kind – Halterin geht einfach weiter

Das Kind habe vor Schmerzen geschrien, beschreibt die Polizei Trier einen Hundeangriff vom vergangenen Samstag im Stadtteil Olewig. Anstatt sich um die Verletzungen des Neunjährigen zu kümmern, soll die Hundebesitzerin einfach weitergelaufen sein. Wonach genau die Polizei jetzt sucht.

Der neunjährige Junge war gegen 16 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg parallel zur Caspar-Olevian-Straße unterwegs, erklärt die Polizei in einer Mitteilung.

So kam es zu dem Hundeangriff - Die Verletzungen des Kindes

Als eine Frau und mehrere Kinder mit einem Hund entgegenkamen, soll der Junge abgestiegen sein, um der Gruppe Platz zu machen. Beim Vorbeigehen sei der Hund jedoch hochgesprungen und habe sich tief in den Knöchel des Neunjährigen verbissen haben, wodurch eine offene Wunde entstand.

„Den Schmerzensschreien des Kindes zum Trotz, setzte die Gruppe ihren Weg fort, ohne sich auch nur im Ansatz um das verletzte Kind zu kümmern“, beschreibt die Polizei die weitere Situation.

Nach diesen Merkmalen fahndet nun die Polizei

Bei dem angreifenden Tier könnte es sich um einen Hund der Rasse Jack Russel Terrier handeln, der mit weißem Fell und braunen Flecken beschrieben wird. Gehalten wurde der Hund von einer Frau, die auf 50 Jahre geschätzt wurde, mit kurzen rötlichen Haaren und einer korpulenten Figur. Die Frau soll in Begleitung eines jugendlichen Mädchens sowie zweier Kinder gewesen sein.

Welche Hunde können gefährlich sein

Dabei gelten Jack Russel Terrier eigentlich nicht als gefährlich. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz zählt im Jahr 2020 lediglich fünf durch diese Rasse verletzte Menschen. Mittelschnauzer-Mischlinge führen die Statistik mit 46 Vorfällen an, dicht gefolgt von Schäferhunden, die im vergangenen Jahr 43 Menschen verletzten. Als unwiderleglich gefährlich werden American Staffordshire Terrier, Pit Bull Terrier und Staffordshire Bullterrier eingestuft.

Wie häufig kommen solche Angriffe vor

In Trier kommt es immer mal wieder zu solchen Vorfällen. Die Polizei führe hierzu allerdings keine gesonderte Statistik, sagt Christian Schmidt von der Polizei Trier. „So etwas wird als gefährliche Körperverletzung geführt. In die selbe Kategorie fallen aber beispielsweise auch Tritte mit Stiefeln oder Schläge mit einer Flasche.“ Deshalb könne keine präzise Aussage über die Häufigkeit von Hundeangriffen getroffen werden.

Die Polizei sucht Zeugen

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu der beschriebenen Gruppe, bzw. zu dem Vorfall machen können, sich mit der Wache der Polizeiinspektion Trier unter 0651-9779/5210 in Verbindung zu setzen.