Ende gut, alles gut Vierjähriger geht in Trier verloren – dann findet ihn zufällig die Bundespolizei

Update | Trier · Es ist wohl der Albtraum aller Eltern: In der Stadt geht das Kind im Trubel plötzlich verloren. So wie ein Vierjähriger am Samstag in Trier. Weil er alleine in der Nähe der Dienststelle herumirrte, wurde ein Bundespolizist stutzig – zum Glück.

Symbolbild.

Symbolbild.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Ein kleiner Junge, der alleine durch die Straßen läuft, der stehen bleibt, sich umsieht, und dann anfängt zu weinen – da war dem Bundespolizisten, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, klar, dass etwas nicht stimmt – und er sollte recht behalten.

Der Beamte kam gerade vom Bahnhof zurück zur Dienststelle, als er den Vierjährigen entdeckte. „Mir war klar, dass er seine Eltern sucht, weil weit und breit keiner in der Nähe war“, erzählt er am Dienstagnachmittag am Telefon. Also hat er schnell gehandelt – und den kleinen Mann mit auf die Dienststelle genommen.

Die Verständigung gestaltete sich jedoch als schwierig: Der Junge konnte kein deutsch, sondern nur niederländisch. Hilfe gab es von Kollegen. „Wir haben über das Polizeipräsidium herausgefunden, dass der Vater seinen Jungen als vermisst gemeldet hat“, sagt der Bundespolizist.

So führte eins zum anderen: Die Eltern konnten ihren Sohn auf der Dienststelle abholen. Und der hatte bestimmt einiges zu erzählen: Zum Beispiel, dass er während der Wartezeit auf einem Motorrad sitzen durfte.

Hinweis: In einer früheren Version hieß es, der Junge habe sich selbst bei der Polizei gemeldet – das konnte im Zuge der Recherche so nicht bestätigt werden.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort