Ohne Zünder Baustelle Feuerwache: Fliegerbombe bei den Trierer Kaiserthermen entdeckt

Trier · Bei Sondierungsarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums in der Südallee hat eine Fachfirma am Dienstag gegen 10 Uhr eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Trier: Bombe bei den Kaiserthermen gefunden
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Bombe bei den Trierer Kaiserthermen gefunden

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Foto: TV/Agentur Siko

In der Bombe steckte allerdings kein Zünder – dadurch ging keine unmittelbare Gefahr von dem Sprengkörper aus. „Wir sprengen den Detonator der Bombe vor Ort, dieser Detonator besteht aus ungefähr zwei Gramm Sprengstoff, steckt in der Bombe und soll normal die Hauptladung zur Explosion bringen und wird seinerseits vom Zünder aktiviert“, sagt Marco Ofenstein, Truppführer des Kampfmittelräumdienstes des Landes Rheinland-Pfalz.

Bombe in Trier gefunden: Keine Gefahr für Einwohner

Evakuierungen sind nicht nötig, es geht von der Bombe keine unmittelbare Gefahr für die Menschen in Trier aus. Um den Detonator mit seinen zwei Gramm durch eine kleine Sprengung unschädlich zu machen, genüge es, kurz die Baustelle zu räumen. „Anschließend transportieren wir die Bombe einfach ab, es geht keine unmittelbare Gefahr von ihr aus“, betont der Experte.

Über den Grund, warum kein Zünder in der Bombe steckt, kann der Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes nur mutmaßen. „Möglichweise wurde der Zünder bereits im Krieg entfernt, aber die Bombe nicht abtransportiert“, sagt Ofenstein. Bei dem Sprengkörper handelt es sich um eine britische 250 Kilogramm-Bombe des Typs MC 500, die wahrscheinlich während der Angriffe auf Trier im Dezember 1944 abgeworfen wurde. Damals wurde die Stadt vor Weihnachten von schwere Luftangriffen getroffen.

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