1. Blaulicht

Unbekannte sprengen Geldautomat in Gerolstein

Blaulicht : Geldautomat-Sprengung in Gerolstein: Landeskriminalamt ermittelt

Unbekannte haben in der Nacht gegen 4.25 Uhr einen Geldautomaten bei der SB-Station der Kreissparkasse Vulkaneifel in der Sarresdorfer Straße gesprengt. Vor gut einem Monat hat es bereits im wenig entfernten Strohn geknallt, vor gut einem halben Jahr hatte es einen KSK-Automaten in Hillesheim erwischt.

Laut Polizei haben mehrere Zeugen von einer Explosion berichtet. Nach ersten Erkenntnissen entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand. Es wurden mehrere maskierte Täter beobachtet, die unmittelbar nach der Sprengung in einer schwarzen Limousine in Richtung Stadtmitte flüchteten. „Das Wichtigste ist, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagt Stephan Alt, Vorstandsmitglied der KSK Vulkaneifel, der sich vor Ort ein Bild gemacht hat. Die Bank ist in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal betroffen: Anfang Mai war ein Automat in der Kölner Straße im Visier der Täter. Die Explosion zerstörte den Geldautomaten damals völlig und richtete erhebliche Schäden am Gebäude an. Der Schaden wurde seitens der Bank damals auf rund 150 000 Euro beziffert. „Leider hat es uns schon wieder getroffen“, sagt Alt, „wobei der Sachschaden in Gerolstein nicht so groß ist wie vor einigen Monaten in Hillesheim, wo es ja auch gebrannt hat.“ Genauere Angaben zum Sachschaden kann er noch nicht machen, auch nicht darüber, wie viel Geld erbeutet wurde. Hillesheim im Mai, Strohn im September, nun Gerolstein: „Das macht uns wirklich große Sorgen“, sagt Alt. Klar sei aber, dass sich die KSK aber nicht einschüchtern lasse, sondern wie in Hillesheim auch am Standort Sarresdorfer Straße in Gerolstein festhalten werde. Die Ermittlungen hat das Landeskriminalamt übernommen. Laut dessen Angaben wurden 2019 22 solcher Fälle registriert.