1. Blaulicht

Unfallzahlen zeigen auch 2021 einen positiven Trend

Polizei : Unfallstatistik 2021 – Mehr Unfälle, aber weniger Verletzte im Landkreis Vulkaneifel

Das Verkehrsaufkommen hat sich 2021 im Gegensatz zum ersten Corona-Jahr 2020 wieder normalisiert. Daher stiegen die Unfallzahlen auch in der Vulkaneifel – aber nur moderat.

 Die leicht dezimierte Zahl von Verkehrsunfällen in der Bilanz des Jahres 2020 haben der Blaulicht-Familie im Vulkaneifelkreis eine kurze, wohlverdiente Atempause verschafft. Denn zeitgleich zu den sinkenden Corona-Inzidenzen während des vergangenen Sommers und frühen Herbstes, stieg das Verkehrsaufkommen und damit auch die Frequenz der Unfälle auf den Straßen.

Laut dem Statistischen Landesamt sind die Beamten der Polizei-Inspektion Daun (PI) für insgesamt 827 Kilometer an Kreis-, Landes- und Bundesstraßen verantwortlich - darüber hinaus für 27 Kilometer Autobahn. Die Gesamtgröße des Gebiets umfasst 911 Quadratkilometer mit 109 Gemeinden. Die Kollegen der Polizei-Inspektion Prüm betreuen einen Teilbereich des Vulkaneifelkreises, die ehemalige Verbandsgemeinde Obere Kyll mit 21 Ortsgemeinden auf 177 Quadratkilometern.

Unfälle: Die PI Daun nahm mit insgesamt 2288 Verkehrsunfällen 73 Vorkommnisse mehr auf als im Jahr 2020 (2215 Unfälle). Die Zahl der Personenschäden bei Verkehrsunfällen sei erfreulicherweise gesunken, heißt es in der Pressemitteilung der Dienststelle: Es sei bei 179 verletzten Menschen im Jahr 2021 geblieben (2020 waren es 204 Verletzte bei Unfällen). Ursache könnte erneut die geringere Zahl der Fahrten infolge der Pandemie sein. Die Anzahl der getöteten Personen ist indes gestiegen. Drei Tote gab es 2021 zu beklagen, 2020 waren es zwei. Die Zahl der Schwerverletzten fiel auf 51 (2020 waren es 59) und die Zahl der Unfälle mit Leichtverletzen betrug im vergangenen Jahr 125 Personen (2020: 143).

Unter den dreien bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückten Menschen seien zwei Motorradfahrer und eine PKW-Fahrerin gewesen.

Die häufigsten Unfallursachen:

Nicht angepasste Geschwindigkeit oder überhöhte Geschwindigkeit seien mit 33 Prozent immer noch die häufigste Unfallursache, gefolgt von der Missachtung der Vorfahrt (13 Prozent) und dem zu geringen Abstand im Straßenverkehr (11 Prozent) heißt es aus der PI Daun zu Unfällen außerorts. Zu Sachschäden innerorts führten immer wieder das falsche Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren mit 21 Prozent, bilanziert die Polizei.

Unfallursache Alkohol und Drogen:

Bei 29 Unfällen im Jahr spielten Alkohol und Rauschmittel eine Rolle: Dabei wurden drei Menschen schwer und acht leicht verletzt. Die Beteiligung an der Gesamtzahl der Unfälle unter Drogeneinfluss liegt im Bereich der PI Daun bei 1,2 Prozent.

Bei Fahrten unter Medikamenteneinfluss seien zwei Menschen zu Schaden gekommen, wobei eine Person schwer verletzt worden sei, meldet die Dauner Polizei.

Junge Autofahrer und Senioren:

Die Beteiligung dieser Altersgruppen an Unfällen sei leicht gestiegen, teilt die PI Daun mit: Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren waren 2021 waren in 78 Prozent der Unfälle verwickelt. Dabei sind 44 Menschen zu Schaden gekommen. 13 davon schwer. „Von den insgesamt 481 Unfällen wurden 374 von Personen dieser Altersgruppe verursacht“, schreibt die Polizeidienststelle. „Mangelnde Erfahrung, gepaart mit hoher Risikobereitschaft tragen zum hohen Anteil am Unfallgeschehen bei.“

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren ginge stattdessen zurück: „Und das erfreulicherweise von 389 Unfällen im Jahr 2020 auf 372 in 2021. Ein Rückgang von 16 Prozent.“

Motorradunfälle:  Die Zahl fiel im Jahr 2021 auf auf 51 (von 59 im Jahr 2020). Ein Kradfahrer wurde dabei getötet, elf Menschen wurden schwer und 38 leicht verletzt. Hauptursache: überhöhte Geschwindigkeit.

 Die für Teilbereiche der Verbandsgemeinde Gerolstein zuständige Polizei-Inspektion Prüm meldet ebenso einen Zugang von Verkehrsunfällen im Vergleich zu 2020. „Wir sind mit den Zahlen wieder im Bereich der Zeit vor Corona angekommen“, sagt Polizeihauptkommissar Georg Bührmann dem TV. „Es sind einfach wieder mehr Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs.“