US-Kampfjet stürzt in der Eifel in den Wald - Pilot kann sich retten

Flugzeugabsturz : US-Kampfjet stürzt in der Eifel in den Wald - Pilot kann sich mit Schleudersitz retten (Update)

Ein US-Kampfjet ist am Dienstagnachmittag bei Zemmer-Rodt (Landkreis Trier-Saarburg) abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

«Ich kann den Absturz einer unserer F16-Maschinen bestätigen», sagte eine Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel. Die Maschine sei vom Stützpunkt in Spangdahlem gestartet und sei während eines Routine-Trainingsflugs abgestürzt. Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet und sei mit kleineren Verletzungen geborgen worden, hieß es in einer Mitteilung. Er kam in ein Krankenhaus.

Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer, Edgar Schmitt, sei der Jet über einem Waldstück zu Boden gegangen.

Gegen 15.15 Uhr erreichten die Polizei mehrere Notrufe, über den Absturz eines Flugzeugs im Bereich Zemmer-Rodt (Fidei) meldeten. Die Hinweise bestätigten sich schnell.

Vor Ort übernahmen die US-Militärs von der Airbase Spangdahlem, unterstützt von Feldjägern der Bundeswehr, die Einsatzleitung, die Absturzstelle wurde weiträumig von Militär und Polizei abgesperrt. Die deutschen Rettungskräfte, darunter Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Trier-Land mit Gefahrstoffzug, waren nur unterstützend tätig.

Die Polizei forderte alle Anwohner auf, die Absturzstelle zu meiden. Fahrzeuge sollten den Bereich großräumig umfahren, mehrere Kreisstraßen sind für den Verkehr gesperrt.

Über das Ausmaß der Schäden gab es am Dienstag bis zum Abend keine klaren Angaben. Auch die Absturzursache ist noch unklar. Es hieß lediglich, es seien größere Mengen Kerosin ausgelaufen.

Es ist der dritte Absturz eines Kampfflugzeugs in der Eifel innerhalb von 13 Jahren. Im April 2011 war eine in Spangdahlem stationierte A-10 bei Laufeld (Kreis Bernkastel-Wittlich) auf einem Acker zerschellt, 2006 stürzte eine F-16 nahe der Gemeinde Oberkail (Eifelkreis Bitburg-Prüm) ab.

Es ist der zweite Unfall mit Militärflugzeugen in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni über Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter der Bundeswehr in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere - ein 27-Jähriger - starb. Die genaue Ursache wird noch ermittelt.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F-16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Basis gehören rund 4000 US-Soldaten. Einschließlich der Angehörigen leben und arbeiten zwischen 10 000 und 11 000 Menschen auf dem Stützpunkt. Die US-Luftwaffe ist seit Mitte der 1950er Jahre in Spangdahlem präsent.

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