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Weiberfasching in Wittlich endet mit Schlägereien

Kostenpflichtiger Inhalt: Karneval : Weiberfasching in Wittlich endet mit Schlägereien

Polizei zieht Bilanz zum Weiberdonnerstag – Ärger gab es nicht nur in der Kreisstadt.

Die Weiberfastnacht sei aus Sicht der Polizei größtenteils ruhig verlaufen, erklärt die Polizeiinspektion Wittlich. Bis 20 Uhr am Abend habe es in der Stadt Wittlich wie auch im Umland gar keine Vorfälle gegeben. „Es war erfreulich ruhig und friedlich“, berichtet die Polizei. Später am Abend kreisten in Wittlich aber die Fäuste.

Wittlich „Sicherlich haben das wechselhafte Wetter und auch die Winterferien dazu beigetragen, dass weniger Jugendliche als sonst den Bereich der Karrstraße bevölkerten“, erklärt die Polizeiinspektion Wittlich. Der Weiberfasching am Marktplatz sei bis in den späten Nachmittag gut besucht gewesen – ohne besondere Vorkommnisse. „Bis in die späten Abendstunden hinein waren Kräfte der PI Wittlich, zeitweise auch mit Unterstützung  der Bereitschaftspolizei, der Kriminal­inspektion Wittlich sowie der Diensthundestaffel des Polizeipräsidiums in der Stadt präsent.“ Kräfte des gemeinsamen Sachgebietes Jugend der PI Wittlich führten zusammen mit dem Ordnungsamt und dem Beauftragten für den Jugendschutz der Kreisverwaltung in der Innenstadt  Jugendschutzkontrollen durch. Dabei sei lediglich eine geringe Anzahl an Verstößen festgestellt worden.

Um 17.30 Uhr fiel Beamten der PI Wittlich auf einem Parkplatz in der Karrstraße ein parkender Wagen auf, aus dem lautstark Musik dröhnte. „Der Fahrzeugbesitzer hatte erkennbar dem Alkohol zugesprochen, so dass zur Verhinderung einer Trunkenheitsfahrt der Fahrzeugschlüssel sichergestellt wurde.“

Im Zeitraum zwischen 16.45 Uhr und 17  Uhr sei einer Person in der Karrstraße ein abgestellter Rucksack entwendet worden. Ein Teil des Inhalts sei später in der Nähe aufgefunden worden. Rucksack und Geldbörse seien durch den unbekannten Täter mitgenommen worden. Hinweise zu Tat und Täter werden erbeten an die Polizeiinspektion Wittlich.

Gegen 20.50 Uhr sei es zwischen zwei alkoholisierten Kontrahenten in der Schloßstraße zu einer „wechselseitigen Körperverletzung“, auch Schlägerei genannt, gekommen. „Glück­licherweise erlitten die beiden Beteiligten hierbei nur leichte Verletzungen.“

Eine weitere Körperverletzung habe sich gegen 21.10 Uhr am Kurfürstenplatz ereignet. Ersten Ermittlungen nach soll dort ein 19-Jähriger, der in einer Gruppe unterwegs war, aus einer anderen Personengruppe heraus von einem unbekannten Täter geschlagen worden sein. „Er erlitt eine Kopfverletzung und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.“ Die Ermittlungen zum genauen Geschehensablauf dauern noch an. Die Polizei Wittlich bittet um Zeugenhinweise zur Tat und dem Täter.

Um 3 Uhr meldeten Zeugen der PI Wittlich im Stadtgebiet einen Radfahrer, welcher sich kaum auf seinem E-Bike (Pedelec) habe halten können und augenscheinlich betrunken sei. Der Radfahrer sei am Schloßplatz angetroffen worden, als er vergeblich versucht habe auf sein Gefährt zu steigen und dabei auf den Boden gestürzt sei. „Der unverletzte Radfahrer hatte einen Atemalkoholwert von über zwei Promille, so dass ihm wegen des Verdachts einer Straftat wegen Trunkenheit im Verkehr eine Blutprobe entnommen wurde.“ Aus dem Wittlicher Umland wurden  keine besonderen Vorkommnisse bekannt.

Veldenz Im Bereich der PI Bernkastel-Kues gab es auch einen Vorfall: Zeugen bemerkten nach einer Fastnachtsveranstaltung am Abend einen Wagen auf einem Feldweg in Veldenz. Der Fahrer saß schlafend auf dem Beifahrersitz. Die herbeigerufenen Beamten versuchten, den 23-Jährigen auf Alkohol zu testen, was dieser jedoch verweigerte. Eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit war für die Beamten nicht nötig, da laut Polizeibericht seine Alkoholisierung deutlich zu erkennen war. Da sich Anhaltspunkte für ein zeitnah zurückliegendes Autofahren ergaben, wurde seitens der Staatsanwaltschaft die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Als der Mann ins Krankenhaus gebracht wurde, leistete er Widerstand und beleidigte die Beamten. Als diese ihn durchsuchten, stellen sie zudem Betäubungsmittel in geringer Menge sicher.