Weltkriegsbombe in Gerolstein gefunden - Entschärfung am Mittwoch

Munitionsfund : Fliegerbombe in Gerolstein gefunden - Entschärfung am Mittwoch

Nicht Bauarbeiter, wie zunächst gemeldet, sondern jugendliche Feriengäste sind am Dienstag in der Gerolsteiner Straße Am Auberg auf eine amerikanische 125-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Der Blindgänger soll am Mittwoch entschärft werden. 300 Menschen müssen ihre Häuser verlassen.

Von Fritz-Peter Linden

Bombenfund am Dienstag, Entschärfung am Mittwoch: Der Fundort des 125-Kilo-Blindgängers, teilt die Polizei mit, sei abgesperrt. Von der Bombe gehe keine Gefahr für die Bürger aus.

Foto: TV/Schramm, Johannes

Gefunden wurde sie nach TV-Informationen nicht von Bauarbeitern, wie zunächst aus Gerolstein gemeldet wurde. Sondern von drei Jugendlichen aus den Niederlanden. Sie sind derzeit im angrenzenden Ferienpark Felsenhof zu Besuch und hatten sich mit einem Metalldetektor ins Gelände aufgemacht – dieser schlug dann an, die Jugendlichen erkannten, auf was sie da gestoßen waren und alarmierten die Polizei. Der Kampfmittelräumdienst (KMRD) des Landes rückte an und legte die Bombe zunächst frei.

Die Behörden riefen nachmittags im Rathaus der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein eine Arbeitsgruppe zusammen: Sie besteht aus Vertretern von KMRD, Feuerwehr, Polizei, Straßenmeisterei, DRK und Verbandsgemeinde.

Foto: dpa/Patrick Seeger

Der KMRD plant die Entschärfung für Mittwoch, 24. Juli, sie soll um 18.30 Uhr beginnen. Etwa 300 Menschen in 80 Haushalten müssen ihre Häuser verlassen.

Die Fliegerbombe sei etwa 250 Pfund schwer und damit eher „in der unteren Liga“ anzusiedeln, sagt KMRD-Chef Horst Lenz auf TV-Anfrage. Der Zünder sei noch vorhanden, Lenz erwartet allerdings für die Entschärfung keine sonderlichen Schwierigkeiten: „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass das der Fall sein wird.“

Zur Vorsicht gilt von 15 Uhr an in der Lindenstraße, Am Auberg und in der Straße Zum Sandborn eine Vollsperrung.

Der Abschnitt des Eifelsteigs in diesem Bereich kann am Mittwoch von 15 bis 21 Uhr ebenfalls nicht benutzt werden. Bis 15 Uhr müssen alle Anwohner im Umkreis von 300 Metern um den Fundort ihre Häuser vorsorglich verlassen. Eine Rückkehr soll dann von 21 Uhr an möglich sein.

Folgende Gebäude müssen am Mittwoch bis 15 Uhr evakuiert sein: die Häuser in der Lindenstraße von Hausnummer 18 bis einschließlich Hausnummer 54 (rechte Straßenseite) und von Hausnummer 47 bis einschließlich Hausnummer 57 (linke Seite). Gleiches gilt Am Auberg von Hausnummer 28 bis einschließlich Hausnummer 50 (rechts) und von Hausnummer 17 bis einschließlich 43 Hausnummer (links) und in der Straße Zum Sandborn von Hausnummer 2 bis einschließlich Hausnummer 32 (rechts) und von Hausnummer 1 bis einschließlich Hausnummer 39 (linke Straßenseite).

In der Sporthalle der Berufsbildenden Schule in der Sarresdorfer Straße bieten der Landkreis Vulkaneifel und die VG am Mittwoch den Anwohnern die Möglichkeit, sich von 12 Uhr bis 21 Uhr aufzuhalten, sofern sie keine andere Geöegenheit zur Unterbringung haben.

Für alle, die selbst nicht die Möglichkeit haben, ihr Haus zu verlassen oder in die Berufsschule zu gelangen, richtet die VG bei Bedarf einen Fahrdienst ein.

Für alle Betroffenen hat die Verwaltung außerdem ein Sorgentelefon eingerichtet. Unter der Rufnummer: 06591/13-3333 ist dort am Dienstag bis 20 Uhr und am Mittwoch ab 8 Uhr jemand erreichbar.

Die VG-Verwaltung bedankt sich für das Verständnis und wird weitere Informationen über die Medien und das Internet (www.gerolstein.de) veröffentlichen.

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