Weltkriegsbombe in Konz wird am Sonntag entschärft - 6600 Menschen müssen Häuser verlassen

Verkehr : Weltkriegsbombe in Konz wird entschärft - 6600 Menschen müssen Häuser verlassen (Update/Fotos)

Die in der vergangenen Nacht bei Gleisbauarbeiten im Bereich der Granastraße in Konz gefundene 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe wird am Sonntag entschärft. Die Bahnstrecke zwischen Trier, Konz und Perl bleibt vorerst gesperrt.

Wie die Polizei am Donnerstagabend mitteilte, ist die Entschärfung des Blindgängers, für Sonntag, 13 Uhr, geplant.

Die 1000 Pfund schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg (Typ USA G.P 1000 LB) war am späten Mittwochabend gegen 22 Uhr am Stellwerk Konz-Mitte, Alte Straße, gefunden worden.

Von der Bombe gehe keine unmittelbare Gefahr aus, so Uwe Konz von der Polizei Trier. Der Blindgänger wird bis zu seiner Entschärfung von der Bundespolizei bewacht. Die Strecke 3122 Richtung Perl bleibt bis zur Entschärfung weiterhin gesperrt.

So soll die Entschärfung ablaufen:

Die Entschärfung des Blindgängers ist für Sonntag, 28. Oktober, geplant. Alle Bewohner in einem Umkreis von 1.000 Metern um den Fundort müssen ihre Häuser und Wohnungen am Sonntag bis spätestens 11 Uhr verlassen. Die Stadt geht nach einem Abgleich mit dem Melderegister von circa 6.600 Personen aus. Alle Betroffenen werden über die Medien und über Flugblätter informiert.

Foto: TV/Friedemann Vetter

Der Kampfmittelräumdienst fängt mit der Entschärfung an, sobald er von den Einsatzkräften die Meldung erhält, dass die betroffene Zone evakuiert ist. Dies wird voraussichtlich gegen 13 Uhr sein. Die Experten können noch nichts über die Dauer der Entschärfung sagen. Sobald der Kampfmittelräumdienst Entwarnung gibt, können die Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen.

Geplante Veranstaltungen (wie z.B. Messen) im Zeitraum von 9 Uhr bis zur Entwarnung im gesperrten Bereich können nicht stattfinden.

Foto: Florian Blaes

Die Verwaltung appelliert an alle betroffen Bewohner, die die Möglichkeit haben, für diese Zeit bei Freunden oder Verwandten unterzukommen, diese Möglichkeit zu nutzen. Für Personen, bei denen diese Möglichkeit nicht besteht, wird die Stadt Konz am Schulzentrum Konz in der Fest- und Sporthalle des Gymnasiums eine Notunterkunft einrichten. Diese Notunterkunft wird am Sonntagmorgen ab 9 Uhr geöffnet sein. Am Schulzentrum stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Zusätzlich wird ein Buspendelverkehr aus der Innenstadt zum Schulzentrum für Sonntagmorgen eingerichtet. Weitere Details dazu werden in Kürze auf der Konzer Webseite unter www.konz.de/fliegerbombe zu finden sein.

Hilfsbedürftige: Personen, die den Gefahrenbereich nicht selbständig verlassen können und Unterstützung bei der Evakuierung benötigen, sollten sich frühzeitig tagsüber an den Kreisbereitschaftsleiter des DRK Mike Matthias unter der Telefonnummer 0176 / 246 44 960 wenden. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich darüber hinaus mit ihren Fragen am Freitag und am Samstag von 8 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 8 Uhr bis zur Entwarnung an das Bürgertelefon unter der Rufnummer 06501 / 83-211 richten.

Aktuelle Informationen und Entwicklungen während der Entschärfung erfahren Sie über den Twitteraccount der Polizei Trier (@PolizeiTrier).

Straßenverkehr: Der Individualverkehr wird gebeten, den Bereich Konz großräumig zu umfahren und den Umleitungsbeschilderungen zu folgen.

Bahn: Die Bahnstrecken 3140 Richtung Wasserbillig und 3230 Richtung Saarbrücken sind für die Dauer der Entschärfung gesperrt.

Schienenersatzverkehr: Die DB Netz AG hat einen Busnotverkehr zwischen Wellen(Mosel) und Konz eingerichtet, der alle Unterwegshalte anfährt. In Konz Hbf erhalten Bahnkunden Anschluss an die RB 71 und den RE 1 in Richtung Trier. Die Züge aus Richtung Perl enden und beginnen in Wellen(Mosel).

Zu beachten ist laut der Deutschen Bahn, dass der Bus in Temmels, Oberbillig und Wasserliesch nicht direkt die Bahnhöfe anfahren kann.

· In Temmels > Haltestelle Kirchstraße,

· in Oberbillig > Haltestelle Kirche,

· in Wasserliesch > Haltestelle Reiniger Kreuz.

Der Fundort der Bombe (Hintergrund Bildmitte oben) ist von der Polizei abgesichert und bleibt vorerst gesperrt. Foto: TV/Friedemann Vetter

Die Verbandsgemeindeverwaltung Konz bittet alle Anwohner um Unterstützung und Verständnis und dankt bereits jetzt allen Kräften und Hilfsorganisationen (wie z.B. der Polizei, der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst, dem Technischen Hilfswerk oder dem Kampfmittelräumdienst) für Ihren engagierten Einsatz vor Ort.

(cmk/iro)
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