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Reihenhaus unbewohnbar
Sohn soll Haus in Irsch angezündet haben

Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr ist ein Wohnhaus in Irsch durch einen Brand unbewohnbar geworden.
Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr ist ein Wohnhaus in Irsch durch einen Brand unbewohnbar geworden. FOTO: Wilfried Hoffmann
Irsch. Ein Reihenhaus in Irsch ist nach einem Brand in der Nacht zum Dienstag unbewohnbar. Der 17-jährige Sohn des Hausbesitzers steht unter Verdacht, das Feuer verursacht zu haben. Dies hat er bei der Polizei zugegeben. Von Marion Maier und Wilfried Hoffmann
Marion Maier

Dachstuhlbrand im Serriger Weg in Irsch. Diese Nachricht erreicht die Feuerwehr am Montag gegen 22.20 Uhr. Gleich mehrere besorgte Anwohner haben den Notruf gewählt. Am Tatort stellen die Einsatzkräfte fest, dass das komplette Dachgeschoss brennt. Mehrere Einheiten werden nachalarmiert.

Laut Wehrleiter Bernhard Hein wird der Hauseigentümer vermisst. Umgehend suchen die Wehrleute mit Atemschutzgeräten ausgestattet das zweigeschossige Haus ab. Doch Entwarnung. Niemand ist drinnen. Wenig später kommt der Eigentümer zum Haus. Er wird vor Ort betreut. Laut Ortsbürgermeister Jürgen Haag, der ebenfalls zur Brandstelle gekommen ist, unterstützen Freunde und Bekannte den Mann. Überhaupt schauen einige Menschen, was los ist. Haag: „Die Leute drumherum haben Angst gehabt, was mit ihren eigenen Häusern passiert.“ Das brennende Haus steht mit zwei weiteren in einer Zeile. Ganz in der Nähe befinden sich eine weitere Häuserzeile mit sieben Gebäuden und ein Bauernhof mit einem Heu- und Strohlager.

Obwohl die Wehren schnell vor Ort gewesen sind, können sie nicht verhindern, dass das Feuer auf den Dachstuhl eines der angrenzenden Häuser übergreift. Dort kommt es zu größeren Schäden durch die Flammen und Löschwasser. Laut Polizei wird auch das Haus auf der anderen Seite des betroffenen Gebäudes beschädigt und zwar durch Löschwasser. Rund eine Stunde dauert es, bis die Wehr das Feuer unter Kontrolle hat. Bis nachts um 1 Uhr kämpfen die Einsatzkräfte laut Bernhard Hein weiter mit den Flammen. Das Haus, in dem das Feuer ausgebrochen ist, ist nicht mehr bewohnbar. Verletzt wird niemand. Der Sachschaden ist enorm.

War Brandstiftung die Ursache? Am Tag darauf erhärten die Ermittlungen der Polizei einen ersten Verdacht: Der Sohn des Hausbesitzers soll das Feuer gelegt haben. Der 17-Jährige habe die Brandstiftung bei der Polizei in Saarburg zugegeben, melden die Ordnungshüter am Dienstagnachmittag. Weiter heißt es, die ersten Untersuchungen der Brandermittler der Kripo Trier hätten die Angaben des Jugendlichen bestätigt. Als Motiv habe der 17-Jährige Familienstreitigkeiten angegeben. Festgenommen wurde der Jugendliche nicht, wie die Polizei auf TV-Nachfrage mitteilt. Weitere Angaben macht sie keine.

Wohnhausbrand in Irsch an der Saar FOTO: Wilfried Hoffmann

Beim Brand waren rund 80 Mitglieder der Feuerwehren aus Irsch, Schoden, Ockfen, Saarburg, Saarburg-Beurig und Serrig sowie die Feuerwehreinsatzzentrale Saarburg und die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Saarburg im Einsatz. Das Deutsche Rote Kreuz war mit 14 Einsatzkräften vor Ort, um die Betreuung der Einsatzkräfte zu übernehmen. Des weiteren waren der Energieversorger, die Polizeiinspektion Saarburg, die Kriminalpolizei und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg, Jürgen Dixius, am Tatort.

Ortsbürgermeister Haag lobt die professionelle Arbeit der Feuerwehr und der übrigen Einsatzkräfte. Er sagt: „Hätte das Feuer auf die anderen Häuser übergegriffen, wäre das ein Rieseninferno geworden.“

Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr ist ein Wohnhaus in Irsch durch einen Brand unbewohnbar geworden.
Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr ist ein Wohnhaus in Irsch durch einen Brand unbewohnbar geworden. FOTO: Wilfried Hoffmann