Bunt und begabt

Bunt und begabt

Liebe Kinder, ich bin wieder da, euer Lucky! Neulich ist mir ein Foto in die Hände gefallen. Das hat ein Mädchen namens Franziska im fernen Australien "geschossen", als es dort einige Monate umher reiste.

Es zeigt einen großen bunten Vogel, der mit den Füßen fressen kann, sprechen lernen kann und sehr geschickt ist. Die Rede ist von Papageien, die in Australien und überall in tropischen Gebieten und Regenwäldern meist in großen Schwärmen leben. Das sind tolle Tiere, finde ich. Papageien gibt es in allen Farben, Formen und Größen: Der Kleinste ist der nur acht Zentimeter große Spechtpapagei, der größte mit fast einem Meter der Hyazinth-Ara. Papageien haben ein sehr buntes Gefieder, wie der Ara auf dem nebenstehenden Bild. Außerdem fallen sie durch ihre ausgeprägte Nachahmungsbegabung auf. In Amerika gibt es beispielsweise einen Graupapagei, der in einem Zoo vorführt, wie er die verrücktesten Geräusche nachmacht: Tierstimmen, Wassertropfen oder Worte. Der Papagei fällt durch seinen kräftigen gekrümmten Oberschnabel auf, der ein richtiges Universalwerkzeug ist. Mit dem Schnabel kann der Papagei wie mit einer dritten Hand klettern, beißen, harte Schalen knacken, Nistlöcher aushöhlen und seine vergleichsweise wenigen, aber kräftigen Federn säubern. Dabei ist auch die bewegliche Zunge hilfreich, mit der er in der Lage ist, Worte nachzusprechen. Papageien lieben meist Gesellschaft. Die größten Verbände bilden hierbei wohl die Wellensittiche, bei denen man schon Schwärme mit 5000 Tieren beobachtet hat. Bei Papageien ist die Paarbindung sehr stark, sie dauert oft ein ganzes Leben lang. In Gefangenschaft bindet die Tiere dieser Gesellschaftstrieb an den Menschen. Dank ihrer großen Lernfähigkeit und der Gabe, menschliche Laute nachzuahmen, sind Papageien heute äußerst beliebte Haustiere. Bereits die Römer hielten sich Papageien, im Mittelalter waren die Vögel Zeichen für den Reichtum ihrer Eigentümer. Am begabtesten sind Aras, Kakadus und Graupapageien. Neuere Forschungen zeigen, dass sie Wörter nicht nur nachplappern, sondern auch bedeutungsbezogen sprechen können. Die Biologin Dr. Irene Pepperberg hat mit ihrem Graupapagei Alex zum Beispiel bewiesen, dass er 50 verschiedene Gegenstände und sieben Farben benennen kann und bis sechs zählen kann. Damit wäre die Intelligenz von Papageien vergleichbar mit der von Affen. Wie gesagt, tolle Tiere, diese "Papa"-geien. Wäre da nur noch der Name, dessen Herkunft nicht richtig geklärt ist. Aber schließlich gibt es ja auch die "Mutter"-Sprache, das "Mutter"-Mal oder das "Vater"-Land. hplSchönes Wochenende!Euer Lucky!

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