CDU Trier-Saarburg fordert 8,50 Euro Mindestlohn

Trier-Saarburg · Die CDU Trier-Saarburg sorgt mit einem überraschenden Vorstoß für Wirbel. Der Kreisverband fordert als bislang einziger von 36 landesweit die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde. Das wären für Arbeitnehmer brutto 1360 Euro im Monat.

Bislang fährt die Union in Bund und Land einen anderen Kurs, doch die Trier-Saarburger wollen beim Landesparteitag am 4. November für eine Mehrheit kämpfen. "Wir wollen nicht die Tarifautonomie aufheben, sondern schwarze Schafe aushebeln, die menschenunwürdige Löhne zahlen", begründet der Kreisvorsitzende Arnold Schmitt den Antrag. Vereinzelt gibt es Zustimmung, etwa vom Bitburg-Prümer Kreisvorsitzenden Michael Billen, der vor drei Jahren schon einmal als damaliger Trierer Bezirksvorsitzender den Mindestlohn gefordert hatte. Andere wie der Trierer Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster oder der Bernkastel-Wittlicher Kreis-Chef Alexander Licht wollen die Verantwortung für die Lohngestaltung lieber bei den Tarifparteien belassen. Die IHK Trier lehnt Mindestlöhne als "beschäftigungsfeindlich" ab.