Der höchste Feiertag im Fußballverband Rheinland

Ehrenamt : Der höchste Feiertag im Fußballverband

Am Tag des Ehrenamts stehen auch drei besonders Engagierte aus Trier-Saarburg im Mittelpunkt.

Ein Tag ganz im Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung: In der Koblenzer Sportschule Oberwerth hat der Fußballverband Rheinland  (FVR) den Tag des Ehrenamts gefeiert. In diesem Rahmen wurden die DFB-Ehrenamtspreisträger des Jahres 2019, die Fußballhelden (junge Ehrenamtler) sowie die Preisträger der Aktion Danke Schiri ausgezeichnet und ihr bemerkenswertes Engagement gewürdigt.

Im Spielkreis Trier-Saarburg ist Thomas Anton von der DJK Auw Ehrenamtspreisträger. In der Kategorie Fußballheld siegte aus Kreis-Sicht Lisa Sauer vom FC Schöndorf.

„Was Ehrenamtliche für die Gesellschaft, Kinder und Jugendliche tun, ist unheimlich wichtig“, betonte FVR-Präsident Walter Desch bei der Ehrungsveranstaltung am Sonntag an der Sportschule Oberwerth in Koblenz. „Das Ehrenamt ist die Grundlage für alles, was im Fußball passiert. Daher ist der Tag des Ehrenamts der höchste Feiertag im Fußballverband Rheinland.“

Neben den insgesamt 18 Preisträgern aus den neun Kreisen des Fußballverbandes Rheinland wurden im Rahmen der Aktion Danke Schiri auch drei Schiedsrichter aus dem Rheinland geehrt: Johanna Mengelkoch vom SV Wasserliesch/Oberbillig, Carsten Jacob (SV Hellenhahn) und Reinhard Maguin (SC 13 Bad Neuenahr).

Ausschlaggebend waren Kriterien wie Engagement in der Gruppe, Unterstützung für junge Schiedsrichter, Einsatz in der Schiedsrichterwerbung oder soziales Engagement. Walter Desch begrüßte zahlreiche Ehrengäste, darunter DFB-Vizepräsident Rainer Koch, FVR-Ehrenpräsident Theo Zwanziger, den rheinland-pfälzischen Justizminister Herbert Mertin sowie U15-Juniorinnen-Nationalspielerin Theresa Brück vom JFV Rhein-Hunsrück. Sie alle hoben die Bedeutung des Ehrenamts hervor – ganz besonders dort, „wo der Puls des Fußballs schlägt: an der Basis“, wie Koch befand.

Ein Vorbild ist dabei Thomas Anton. Der heute 60-Jährige ist bereits seit Mitte der Achtziger ehrenamtlich tätig. Er war unter anderem Abteilungsleiter Fußball und zweiter Vorsitzender des FC Könen. Inzwischen gehört er dem Vereinspräsidium an. Vor drei Jahren hatte sich der Club aus dem Konzer Stadtteil um ein DFB-Minispielfeld beworben. Anton hatte bei der Realisierung dieses Vorhabens einen entscheidenden Anteil. Er kümmerte sich um die Antragstellung, die Einholung von behördlichen Genehmigungen,  die Erstellung eines Lärmgutachtens sowie die Akquise der finanziellen Mittel – in Abstimmung und Zusammenarbeit mit seinen Kollegen im Verein. Die Einweihung des inzwischen von zahlreichen Kindern genutzten Minispielfelds fand im November 2018 statt.

Die heute 30-jährige Lisa Sauer ist seit über zehn Jahren als Spielerin beim FC Schöndorf aktiv. Um den Nachwuchs für das bestehende Frauenteam sicherzustellen, hat sie hier 2016 den Mädchenfußball initiiert. Begleitet von zahlreichen Werbemaßnahmen wie zum Beispiel Mädchen-Schnuppertagen gelang es ihr, diese Abteilung aufzubauen und in einer SG mit der DJK Pluwig-Gusterath in den Spielbetrieb zu führen. Der Trainerstab besteht aktuell ausschließlich aus Spielerinnen des eigenen Frauenteams. Sauer selbst trainiert derzeit die C-Juniorinnen.

In der Kategorie Schiedsrichterinnen wurde Johanna Mengelkoch geehrt, weil sie einerseits  in ihrer Laufbahn bereits rund 500 Spiele als Schiedsrichterin oder Assistentin begleitet hat. Als kooptiertes Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses und Schiedsrichterbeobachterin auf Verbandsebene bringt sie immer wieder neue Ideen ein – so zum Beispiel die Assistentenausbildung mit Videoschulung.

Sie führt in Vertretung des Lehrwarts auf Kreisebene Lehrabende durch und war von 2015 bis ’18 Beisitzerin des Kreisschiedsrichterausschusses. Aufgabenschwerpunkte waren dabei die Unterstützung des Lehrwarts bei der Aus- und Weiterbildung der Nachwuchsschiedsrichter sowie die Koordinierung der Beobachtungen der Jungschiedsrichter. Weiter heißt es vonseiten des Fußballverbands: „Sie setzt sich insgesamt sehr für den Nachwuchs ein, insbesondere für die jungen Schiedsrichterinnen, ist Ansprechpartnerin für Sorgen und Nöte – und in jeder Hinsicht ein Vorbild.“