Dickes Fell für den Winter

Dickes Fell für den Winter

Hey, liebe Kinder, neulich machte ich an einem schönen Wintertag eine kleine Wanderung – und begegnete zwei Pferden! Ganz wachsam spitzten die beiden ihre Ohren und kamen neugierig an den Rand der Koppel.

Hey, liebe Kinder,neulich machte ich an einem schönen Wintertag eine kleine Wanderung - und begegnete zwei Pferden! Ganz wachsam spitzten die beiden ihre Ohren und kamen neugierig an den Rand der Koppel. Ein richtig dickes Winterfell hatten die Pferde. Denn auch Pferde wechseln zweimal im Jahr ihr Fell und sind somit automatisch für die Temperaturen der kommenden Jahreszeit gerüstet.

Das erklärte mir ein Bauer, der zufällig vorbei kam. Der Mann wusste noch viel mehr: Dass Pferde, die auf einer Weide in einer Herde stehen, sich sicher fühlen vor Angreifern. Wenn die Gruppe ausruht, bleiben trotzdem manche Pferde wach und können die anderen bei Gefahr warnen. Pferde schlafen nicht so viele Stunden wie Menschen, sondern dösen - sogar im Stehen! Um richtig tief zu schlafen und zu träumen, legen sie sich allerdings auf die Seite. Erwachsene Pferde schlafen täglich etwa 30 Minuten, Fohlen brauchen das Doppelte.

Der Bauer erklärte mir auch, dass das Winterfell dichter und länger ist als das Sommerfell. Mit dem Winterfell schwitzt das Pferd aber auch schneller und sollte deshalb im Herbst und Winter nicht so hart arbeiten. Es ist etwa 6000 Jahre her, dass Menschen erstmals Pferde zähmten. Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass es offenbar auf verschiedenen Stellen der Erde zur gleichen Zeit "in Mode kam", sich Vierbeiner zu Nutzen zu machen. Bislang waren Archäologen davon ausgegangen, dass die Steppenbewohner Eurasiens (der heutigen Mongolei, Kasachstans und der Ukraine) als Erste wilde Pferde einfingen und zähmten.

Mit den Pferden kam die menschliche Entwicklung einen entscheidenden Schritt voran. Der Transport von Sachen wurde durch die Vierbeiner wesentlich einfacher - und auch das Führen von Kriegen.

Es gibt mehr als 200 Pferderassen. Sie haben sich, je nachdem auf welchem Teil der Erde sie leben, Wetter und Umwelt angepasst. Sie heißen etwa Andalusier, Holsteiner oder Friesen. Es gibt Reit-, Renn-, Zug- oder Kutschpferde. Und sogar Polizeipferde! Außerdem kann man Pferde nach ihrem Temperament unterscheiden: Kaltblüter sind die ruhigen, Vollblüter die hitzigen Pferde. Pferde, die viel auf der Weide stehen oder auf weichem Untergrund geritten werden, brauchen kaum Hufeisen. Ihre Hufe werden nur ausgekratzt und von Steinchen befreit, damit sich nichts entzündet. Pferde, die viel auf Steinen laufen, bekommen Hufeisen als Schutz.

Das alles erzählte mir der nette Bauer. Zum Abschied gab er den Pferden einen freundlichen Klaps.

Euch ein schönes Wochenende!

euer Lucky