Zerf: Die Krux des kleinen Kaders

Zerf : Die Krux des kleinen Kaders

Fußball-Rheinlandliga: Wenige Alternativen, dazu fehlende Erfahrung: Nach der Analyse der durchwachsenen Hinrunde bereitet sich der Aufsteiger SG Hochwald-Zerf auf den Abstiegskampf im Frühjahr vor.

Nach dem Aufstieg in die Fußball-Rheinlandliga war die SG Hochwald-Zerf furios in die Saison gestartet. Zuletzt blieb die SGH allerdings acht Spiele am Stück ohne Sieg und rutschte so auf einen Abstiegsplatz ab.

„Wir haben in der Winterpause viele Gespräche geführt, um die Gründe zu analysieren. Letztlich haben vor allem die fehlende Erfahrung und die höhere Belastung als in der Bezirksliga den Ausschlag gegeben“, resümiert Fabian Mohsmann, Spielertrainer der Zerfer.

Der sportliche Leiter Ralf Weinacht sieht auch im Verletzungspech der letzten Wochen im alten Jahr einen Grund für die ausgebliebenen Erfolgserlebnisse: „Die Euphorie nach dem Derbysieg zum Start gegen Salmrohr hat uns schon durch die ersten Wochen getragen. Mit unserem kleinen Kader war es aber dann auf Dauer nicht so einfach, die Verletzungen aufzufangen.“

Personell sind im Winter keine größeren Änderungen zu erwarten. Abgänge gibt es bis dato keine. Mit Justin Decker von der Spvgg Merzig und Martin Baumann von der SG Saarburg verpflichtete die SGH lediglich zwei Spieler, um den Kader vor allem in der Breite zu verstärken. „Mit unserer Strategie ist es schwierig, wirkliche Leistungsträger zu bekommen. Wir brauchen Spieler, die nicht zum Geldverdienen herkommen, sondern um Fußball zu spielen. Hier muss sich ein neuer Spieler voll mit dem Verein identifizieren“, benennt Weinacht die Philosophie des Aufsteigers.

Seit einer Woche läuft bei der SGH die Vorbereitung für die restliche Rückrunde. Auf dem Programm stehen konditionelle Elemente und taktische Schulungen. Mit dieser Mischung soll die Mannschaft perfekt auf die ausstehenden Partien vorbereitet werden.

Viermal testet Zerf, bevor das Nachholspiel gegen die EGC Wirges am 23. Februar die restliche Rückrunde einleitet. In den Vorbereitungsspielen heißen die Gegner FC Brücken (2. Februar), SV Mettlach (5. Februar), SV Losheim (9. Februar) und SV Weiskirchen (16. Februar).

„Wir haben die Pause genossen. Nun gilt es aber für alle, die nächsten Wochen an einem Strang zu ziehen“, sagt Mohsmann. Besonders die individuellen Fehler der letzten Wochen gelte es abzustellen. Mohsmann: „Spielerisch bin ich davon überzeugt, dass wir mithalten können. Das haben wir schon oft in dieser Saison bewiesen.“