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Die magischen Brüder

Die magischen Brüder

Dank spektakulärer Tricks und verblüffenden Illusionen zählen die Ehrlich Brothers längst zu den ganz Großen. Die erfolgreichen Magier sind am 05.03. in der Arena Trier zu Gast. Im Vorfeld stand uns Chris, der jüngere der beiden, Rede und Antwort.

War es nach dem Riesenerfolg eurer vorherigen Show "Magie - Träume erleben" schwierig, sich Inhalte für eine neue Show auszudenken?
Chris Ehrlich: Das Problem für die neue Show war nicht der Inhalt, sondern das kleine Zeitfenster. Unsere letzte Show der vorherigen Tour in Frankfurt enthielt schon Elemente der neuen Show, die Vorpremiere von "Faszination" war nur vier Monate später. Die Illusionen dafür haben wir parallel weiterentwickelt. Dabei nimmt die Entwicklung sehr viel Zeit in Anspruch. Natürlich kamen uns zwischendurch auch Zweifel, ob die neue Show mit "Magie - Träume erleben" mithalten kann. Aber schon sind die Hallen wieder voll und das Publikum feiert eine Megaparty mit uns. Das ist der schönste Lohn für unseren unermüdlichen Einsatz.

Ist Zauberei zu zweit leichter als alleine?
Chris Ehrlich: Klar ist das leichter, viele unserer Illusionen würden alleine gar nicht funktionieren. Wir entwickeln die Tricks zusammen, ergänzen uns mit unserer Kreativität und es macht auch auf der Bühne einfach viel mehr Spaß zu zweit. Wir teilen beide eine kompromisslose Leidenschaft für die Zauberei - es ist unser Hobby, das wir jede Minute als unseren Traumberuf ausüben dürfen.

Zauberer sprechen heute nicht mehr von Zaubertricks, sondern von Illusionen - warum ist diese Unterscheidung so wichtig?
Chris Ehrlich: Eine Illusion ist eine ganzheitliche Inszenierung eines Zaubertricks. In einer modernen Zaubershow sehen die Zuschauer auf der Bühne viel mehr als nur den eigentlichen Trick: Lichteffekte, Pyrotechnik und Musikuntermalung erzeugen Dramatik und schaffen so ein Gesamterlebnis, das weit über eine Trickdarbietung hinausreicht.

Was würdest du jungen Nachwuchszauberern, die davon leben wollen, als Rat mit auf den Weg geben? Woran denkt nicht jeder?
Chris Ehrlich: Wer Zauberer werden will, muss seine Kunst lieben und bereit sein, alles andere dafür aufzugeben. Außerdem brauchst du Geduld und Ausdauer in mehrfacher Hinsicht: Natürlich läuft es jetzt gut für uns, wir stellen eine Show mit einem 70-köpfigen Team auf die Beine. Aber wir haben auch mal klein angefangen, 2012 sind wir noch auf Sommerfesten und Weihnachtsfeiern aufgetreten. Außerdem kostet die Entwicklung eigener Illusionen wie gesagt viel Zeit, auch Kreativität, Individualität und das Aushalten von Rückschlägen ist gefragt. Aber genau diesen Einsatz honoriert das Publikum am Ende.

Gibt es Illusionen von anderen Zauberern, von denen du gerne wüsstest, wie sie funktionieren?
Chris Ehrlich: Wir sind sehr selten in die Shows anderer Zauberer gegangen. Mich inspirieren vielmehr gute Shows aus der Rock- und Pop-Welt. Die Konzerte von Madonna, Lady Gaga oder Rammstein zum Beispiel begeistern mich mit ihrer enormen kreativen Vielseitigkeit, aber auch mit ihrer Qualität und Professionalität. Da stimmt einfach alles.

Fällt es euch bei einem 70-köpfigen Team schwer, die Illusionen geheim zu halten?
Chris Ehrlich: Wir weihen die Mitarbeiter nur in die Teile einer Illusion ein, die für sie relevant sind. Kaum einer kennt den kompletten Ablauf. Im Vertrag steht: "Verräter werden erschossen". (lacht) Im Ernst: Wer unbedingt wissen will, wie ein Trick funktioniert, findet es wahrscheinlich auch oft heraus. Aber was bringt das? Die Bereitschaft des Zuschauers, sich verzaubern zu lassen, ist immer auch ein Teil der Show.

Hat man als Zauberer mehr Chancen bei den Frauen?
Chris Ehrlich: Um ehrlich zu sein: definitiv ja. Vor allem, wenn man die romantische Seite der Zauberei hervorhebt. Denn die Frauen lieben die träumerischen Teile unserer Show, während sich Kinder für die Gruselszenarien begeistern und die Kerle natürlich auf den Monstertruck abfahren.

Wenn Du für 2017 ein Ereignis herbeizaubern könntest, was wäre das?
Chris Ehrlich: Ich würde meinen Bruder gerne für ein paar Wochen auf den Mond katapultieren und in dieser Zeit mit Helene Fischer als Assistentin weiterarbeiten.