Die Motor-Marathonis gehen an den Start

Die Motor-Marathonis gehen an den Start

Vorhang auf für Europas größte Motorsport-Veranstaltung der Breitensportszene: Mit der 57. ADAC Westfalenfahrt beginnt am heutigen Samstag (Start 12 Uhr) auf dem Nürburgring die neue Saison in der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Für viele Fahrer aus der Region ist der "Motor-Marathon" nach wie vor das Herzstück ihrer Aktivitäten.

Nürburgring. (jüb) "Ich kann es kaum erwarten, das neue Auto zu fahren. Nach den Winterarbeiten wird es jetzt Zeit, dass es wieder losgeht." So wie dem erfahrenen Nürburgring-Piloten Rudi Adams aus Ahütte in der Nähe der Rennstrecke wird es vielen Motorsportlern aus der Region gehen. Adams, immer gut für den Klassensieg und eine Top-Platzierung in der Gesamtwertung, wird die beiden ersten Rennen der Saison noch auf dem alten BMW Z4 Coupé fahren, bevor ab dem 24. April beim dritten Rennen der neu entwickelte Z4 seine Feuertaufe erlebt.

Ein Mitglied des erfolgreichsten Teams in diesem Wettbewerb wird auch wieder Arno Klasen aus Karlshausen in der Südeifel sein. Der IT-Fachmann wird im Anschluss an das 24-Stunden-Rennen im Mai zum Team von Manthey-Motorsport gehören, das in diesem Jahr acht neue Porsches an den Start bringt. Neben Klasen werden die Porsche-Werkspiloten Timo Bernhard, Marc Lieb und Romain Dumas wieder zur Crew von "Kapitän" Olaf Manthey am Nürburgring gehören.

Oliver Kainz aus Daun fährt in diesem Jahr den Porsche GT3-MR. Der Autofachmann aus der Nordeifel teilt sich das Cockpit mit Georg Weiss, Michael Jacobs und Peter-Paul Pietsch. Das Quartett bringt darüber hinaus einen weiteren GT3 R an den Start. Der dritte GT3 R wird von Lance David Arnold, Richard Westbrook, sowie Christian Menzel aus Kelberg pilotiert.

Ein auf dem "Ring" wohl bekannter "Exil-Eifeler" gibt 2010 sein Comeback in der VLN. Kurt Thiim, lange Jahre in Irrel wohnhafter Däne und erster Gewinner der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft im Jahr 1986, greift bei den über vier oder sechs Stunden dauernden Rennen in das Volant eines Seat Leon MK2, der von PROsport eingesetzt wird.

Ein Jahr nach seinem erfolgreichsten Abschnitt im Seat Leon Supercopa wird auch Phillip Leisen ein "Marathoni". Über Team, Fahrzeug und Zielsetzung hält sich der Mann aus Irrel in der Südeifel noch bedeckt. "Nur so viel: Es wird ein BMW in einer seriennahen Klasse sein, und wir treten nicht an, nur um mitzufahren", sagt Leisen.