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Karneval: „Ach, wie wär dat schien ...“

Karneval : „Ach, wie wär dat schien ...“

Schwere Zeiten für Narren: Die Corona-Beschränkungen machen gesellige Karnevalsveranstaltungen unmöglich.

„Ach, wie wär dat schien ...“, singt Harald Reinhard, bekannt als „Peedschestreter“ der Trierer Karnevalsgesellschaft Onner Ons, in seinem neuen Youtube-Video. Und damit dürfte der Karnevalist vielen Narren aus der Seele sprechen: Ach, wie wär dat schien ...“, wenn man jetzt ausgelassen Karneval feiern könnte. Aber ein kleines Virus, das nun schon seit mehr als einem Jahr die Welt in Atem hält, macht dem einen Strich durch die Rechnung.

Immer wieder hat die Politik den Lockdown inklusive Kontaktbeschränkungen verlängert. Und angesichts der Tatsache, dass sich das Coronavirus ausgerechnet von einer Kappensitzung im Kreis Heinsberg aus über ganz Deutschland ausgebreitet haben soll, ist man bei Karnevalsveranstaltungen besonders vorsichtig.

1991 – vor 30 Jahren also – wurden Rosenmontagszüge ebenfalls abgesagt. Damals allerdings war es der Golfkrieg, der den Narren die Stimmung verdarb. Private Treffen dagegen waren nicht verboten, und in Köln versammelten sich 100 000 Menschen mehr oder weniger spontan zu einer närrischen Friedensdemonstration zusammen, einem „Woodstock der Pappnasen“, wie der WDR es später nannte.

Das ist in diesem Jahr nicht möglich, und so gibt es für die Karnevalsvereine der Region nur zwei Alternativen: Entweder man sagt das närrische Programm komplett ab oder aber man versucht, zumindest  ein wenig Karnevalsstimmung zu retten.

Die Trierer KG Heuschreck bietet am Samstag, 13. Februar, um 20.11 Uhr im Offenen Kanal unter dem Motto „Heuschreck zu Hause – die digitale Sause“ ein buntes Potpourri aus beliebten Büttenreden aus dem Archiv, neuen aktuellen Beiträgen, musikalischer und tänzerischer Unterhaltung und vielen kleinen Überraschungen. Durch den Abend führen Sitzungspräsident Alexander Houben und das Trierer Urgestein Helmut Leiendecker.

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