1. Die Woch

Unsere Vereine: Aus Liebe zum Auto und Spaß am Fahren

Unsere Vereine : Aus Liebe zum Auto und Spaß am Fahren

Der Auto-Club Trier hat rund 50 Mitglieder und ist für alle offen, die das Auto im weitesten Sinne als Hobby betrachten

Als der Auto-Club (AC) Trier im Jahr 1922 gegründet wurde, war das ein äußerst exklusiver Verein für einige wenige. Denn wer hatte in Trier vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg schon ein eigenes Automobil, wie es damals noch genannt wurde? Wenn der AC Trier 2022 sein 100-jähriges Bestehen feiert, dann als „normaler“ Verein von Leuten, die Spaß an Autos und am Autofahren haben. Allerdings besitzen die meisten Mitglieder heute entweder einen Youngtimer, der mindestens 20 Jahre alt ist, oder einen Oldtimer. Der Altersspanne dabei reicht zurück bis Anfang der 60er Jahre. Insgesamt laufen rund 30 „echte“ Oldtimer im Club. Marken und Typen sind „querbeet“ verteilt.

Und wer es rasanter mag, für den gibt es im AC die „Quadriga Treverorum“, die als Unterabteilung eigens auf die Interessen von Sportfahrern zugeschnitten ist. Die Motorsportler können darin als AC-Mitglieder eine DMSB-Lizenz für die Teilnahme an lizenzpflichtigen Motorsportveranstaltungen im In- und Ausland nutzen.

Braucht also, wer AC-Mitglied werden will, einen Old- beziehungsweise Youngtimer oder ein Wettbewerbsfahrzeug? „Nein, braucht man nicht. Man kann bei uns auch mit einem ,Normalauto‘ vorfahren“, erklärt Vorstandsmitglied Frank Forstmeyer im Gespräch mit der WOCH. Der Club sei für jeden etwas, der das Auto im weitesten Sinne als Hobby betrachte – egal, ob mit oder ohne ­Erfahrung als Schrauber. Dem folgt eine Anmerkung, wie man sie bei ganz verschiedenen Vereinen hört: „Das Alter unserer Mitglieder liegt zwischen 30 und 80 Jahren, bei einem Durchschnitt von 60 Jahren. Auch uns fehlt etwas der Nachwuchs, und es wäre gut, wenn ein paar junge Mitglieder dazukämen“, berichtet Forstmeyer.

Und wie sehen die Vereinsmitglieder den steigenden und politisch gewollten Trend zu Elektromobilität? Forstmeyer jedenfalls sieht das gelassen und meint: „Ich bin überzeugt, dass die alten Autos auch künftig ihre Liebhaber finden werden. Und warum sollte ein heutiges Elektroauto in 30 Jahren nicht auch zum begehrten Oldtimer werden?“

Wer einmal beim AC Trier vorbeischauen will: Normalweise trifft der Verein sich an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr in Trierweiler zum Stammtisch im Gasthaus Zur Post (gegenüber der Kirche). Aktuell ist dies wegen der Kontaktsperre nicht möglich. Hinzu kommen zu „normalen“ Zeiten zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen. Zum festen Jahresprogramm gehören die Ostereier-Suchfahrt – eine Geschicklichkeitsrallye mit Suchaufgaben –, ein Sommer-Picknick an wechselnden Orten, die herbstliche Fuchsjagd als weitere Rallye und zwischendurch bei gutem Wetter gemeinsame Ausfahrten zu verschiedenen Ausflugslokalen.

Hinzu kommt die Mitwirkung des Vereins bei Wohltätigkeits­veranstaltungen. Hier bieten die AC-Mitglieder Oldtimer­mitfahrten gegen eine Spende an. In Anlehnung an eine frühere Aktion des Clubs Historischer Renn- und Sportfahrzeuge Nürburgring e.V. (CHRSN) veranstaltete der Auto-Club Trier jüngst mit den Old- und Youngtimern ein Fest für Kinder der Villa Kunterbunt. Eine Wiederholung ist geplant. Und im Januar gibt es den Neu­jahrs­empfang des Vereins mit gemeinsamem Abendessen für Mitglieder, deren Familien und Gäste.

Bei einer Fahrt nach Kröv ist die Hochbrücke über die Mosel (im Hintergrund) noch im Bau.  Foto: Auto-Club Trier
Diese Bild entstand bei den gemeinsamen Ausflügen. Foto: Auto-Club Trier Foto: Auto-Club Trier
Ein Erfolg war das Kinderfest – es soll wiederholt werden. Foto: Auto-Club Trier

Friedhelm Knopp