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Bitburg/Daun/Gerolstein/Prüm
Achtung, Baustelle: Hier rücken die Arbeiter an

In die Bundesstraße 51 sollen nach Angaben des LBM in den kommenden Jahren 30 Millionen Euro investiert werden.
In die Bundesstraße 51 sollen nach Angaben des LBM in den kommenden Jahren 30 Millionen Euro investiert werden. FOTO: Fritz-Peter Linden / Fritz-Peter Linden/TV
Bitburg/Daun/Gerolstein/Prüm. Straßen halten den Belastungen des Verkehrs nicht ewig stand, sondern müssen alle paar Jahre saniert werden. Die Baustellen und Sperrungen stellen nicht nur Einwohner und Pendler, sondern auch Industrie und Handel vor Herausforderungen. Die Woch zeigt, wo der Landesbetrieb Mobilität Gerolstein in diesem Jahr Projekte realisieren wird.

Eine Straße hält laut Angaben des LBM zwischen 20 und 30 Jahren – zumindest in der Theorie. In der Praxis ist die Lebensdauer der Fahrbahn von vielen Faktoren abhängig. Eine Straße wie die B 51, über die jeden Tag Tausende Fahrzeuge rollen, weist schneller Risse und Unebenheiten auf als eine Landstraße zwischen zwei kleinen Ortschaften, die nur mäßig genutzt wird. Auch der Anteil an Lastwagen entscheidet darüber, wie lange eine Route ohne Sanierung gut befahrbar ist.

Rheinland-Pfalz sei aufgrund seiner zentralen Lage und den Grenzgängern aus Luxemburg und Belgien ein „besonderes Transitland“. Eine Million Menschen nutzen täglich das Verkehrsnetz des Landes, was auch seine Spuren hinterlässt. Diese auszubessern, ist die Aufgabe des LBM. Eine Zentrale und neun Dienststellen gibt es insgesamt in Rheinland-Pfalz.

Harald Enders, Leiter der Dienststelle in Gerolstein, die für den Eifelkreis Bitburg-Prüm und den Vulkaneifelkreis zuständig ist, nennt zwei Großprojekte, die den LBM 2018 besonders beschäftigen werden: In die B 51 sollen über die nächsten Jahre 30 Millionen Euro investiert werden und in die B 257 weitere 20 Millionen.

Davon abgesehen sind auch kleinere Projekte in Planung. Denn neben den großen Verkehrsadern müssen auch einige der Landesstraßen wieder fit für den Verkehr gemacht werden. So wird die L 46 in Daun vom Kreisel Mehrener Straße bis Gemünden für 1,4 Millionen Euro ausgebaut.

Weitere 1,1 Millionen Euro sind für die L 46 zwischen Üdersdorf und Manderscheid vorgesehen. Auch für den Ausbau der L 1 von Großkampenberg über Heckhuscheid bis zur Einmündung der L 16 steht mehr als eine Million Euro zur Verfügung. Die Infografik zeigt einige der Bauprojekte, die auf der Liste des LBM Gerolstein stehen.

Obwohl so viele teure Baustellen geplant sind, weiß Enders nicht, ob er die kompletten 35 Millionen, die seine Dienststelle ausgeben darf, nutzen wird. „Wir müssen schauen, wie viele Vollsperrungen und die damit verbundenen Umleitungen noch zumutbar sind.“ Dabei sei es auch wichtig, darauf zu achten, dass die entsprechenden Umleitungsstrecken nicht miteinander kollidieren, wie Bruno von Landenberg, stellvertretender Dienststellenleiter des LBM Gerolstein, erklärt.

Schon vier bis fünf Jahre vor Baustellenbeginn starten die ersten Überlegungen und Planungen. „Konkret wird es ungefähr ein Jahr im Voraus“, sagt von Landenberg. In regelmäßigen Abständen justiert der LBM seine Pläne nach. Außerdem informiert er Polizei, Verkehrsbehörden, Gemeinden, Anbieter des Öffentlichen Personennahverkehrs und weitere Betroffene über die Maßnahme. Erst wenn alles abgesprochen ist, mögliche Umleitungen eingerichtet sind und die richtigen Abschnitte gesperrt sind, können die Bauarbeiter und -maschinen anrücken.