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Bitburg/Prüm
Der Eifelkreis ist die Nummer eins

Die Statue Karls des Großen im Prümer Gerberweg. Im Hintergrund die Türme der Basilika.
Die Statue Karls des Großen im Prümer Gerberweg. Im Hintergrund die Türme der Basilika. FOTO: Fritz-Peter Linden
Bitburg/Prüm. Die Mitarbeiter des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz zählen fast alles. Manche Daten eignen sich nur zum unnützen Besserwissen bei den ersten Grillpartys, andere offenbaren, wo die Stärken der Region liegen.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Nummer eins. Denn die im Eifelkreis Bitburg-Prüm lebenden 98 021 Einwohner haben so viel Beinfreiheit wie nirgends sonst im Land: Nur 60 Bewohner kommen auf einen der insgesamt 1627 Quadratkilometer des flächengrößten Landkreises im Bundesland. Im Durchschnitt leben in Rheinland-Pfalz knapp 200 Menschen auf einem Quadratkilometer.

Auf Rang zwei der Landkreise mit der größten Fläche folgt Bernkastel-Wittlich (1168 Quadratkilometer), auf drei Trier-Saarburg (1101 Quadratkilometer) und der Nachbarkreis Vulkaneifel (9011 Quadratkilometer) folgt auf Rang sieben.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm teilt sich auf in fünf Verbandsgemeinden und die verbandsfreie Stadt Bitburg, mit insgesamt 234 Ortsgemeinden (OG). Im Norden grenzt er an Nordrhein-Westfalen, im Nordosten an den Landkreis Vulkaneifel, im Osten an Bernkastel-Wittlich und im Süden an Trier-Saarburg. Südwestlicher Nachbar ist das Großherzogtum Luxemburg, im Nordwesten das Königreich Belgien. Die Grenzlinie ist übrigens 136 Kilometer lang. Für die Freunde unnützen Wissens: Das ist etwas mehr als der Abstand zwischen zwei Breitengraden (111 Kilometer).

Etwa 30 Prozent der Gesamtfläche des Eifelkreises ist von Wald bedeckt. Weil die Menschen hier nicht ganz so dicht aneinander wohnen wie andernorts, bleibt genug Raum für die die Naturparke Südeifel und Nordeifel, das Landschaftsschutzgebiet zwischen Ueß und Kyll, 30 Naturschutzgebiete und 146 Naturdenkmäler.

Die Natur- und Kulturlandschaft sind auch wichtige Eckpfeiler für den Tourismus. Im Eifelkreis gibt es pro 1000 Einwohner rund 2900 Gäste und 3400 Übernachtungen. Das sind jeweils überdurchschnittlich viele im Landesvergleich. Am beliebtesten ist das Gebiet der Verbandsgemeinde Südeifel. Auf 1000 Einwohner kommen hier rund ­14 600 Übernachtungen. Allerdings ist der Trend seit Jahren negativ: Besuchten 2007 noch knapp ­­­­­­316 000 Gäste den Landkreis, waren es 2017 nur noch rund ­­281 000 Touristen. Das sind etwa elf Prozent Verlust in zehn Jahren.

Neugierig geworden auf mehr Zahlen, und den eigenen Kreis etwas besser kennenzulernen? Die Daten der rheinland-pfälzischen Statistiker geben noch umfangreichere Einblicke in viele Bereiche des Lebens der Region: von Bildung über Gesundheit bis zum Verkehr – siehe Seite 3.

Ein Bitburger Wahrzeichen: Der Glockenturm in der Fußgängerzone.
Ein Bitburger Wahrzeichen: Der Glockenturm in der Fußgängerzone. FOTO: Katharina de Mos / TV