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Kommunalpolitik
Die TOP TEN der reichsten Kommunen

Beim Geld kommen die Kleinen ganz groß raus: Ungefähr die Hälfte aller Ortsgemeinden in der Region Trier erwirtschaftet Überschüsse in ihren Haushalten.

Von Lars Oliver Ross

Die Finanzsituation vieler Städte und Gemeinden hat sich in den vergangenen Jahren verbessert – auch im Landkreis Vulkaneifel. Viele Kommunen erwirtschaften inzwischen Überschüsse in ihren Haushalten. Insgesamt schafften das 2016 genau 63 der 109 Ortsgemeinden im Kreis.

Angeführt werden die Top Ten der Orte, die 2016 den höchsten Überschuss je Einwohner erzielt haben, von Reuth (2024 Euro je Einwohner). Der größte Ort unter den den Top Ten bei den Haushaltsüberschüssen war im Jahr 2016 Jünkerath. Es ist mit 1795 Einwohnern die fünftgrößte Gemeinde im Kreis. Mit 699 Euro Überschuss je Einwohner steht es auf Rang sechs.

Betrachtet man die Städte und Dörfer nach den reinen Steuereinnahmen je Einwohner sieht die Sache etwas anders aus. Die meisten Steuern unter den Gemeinden des Vulkaneifelkreises heruntergebrochen auf die Zahl der Einwohner nahm 2016 Berlingen mit 2354 Euro je Einwohner ein, dicht gefolgt von Nerdlen mit 2253 Euro; auf Rang drei landete Nitz mit 1972 Euro. Hier schiebt sich die Stadt Gerolstein als zweitgrößte Kommune im Kreis unter die Top Ten. In der Stadt fließen mit 1529 Euro je Einwohner an Steuermitteln in die Kasse. Das ist in dieser Rangfolge Platz fünf.

Auch die Städte und Gemeinden im Eifelkreis Bitburg-Prüm sind längt nicht mehr die Armenhäuser der Region. Viele Kommunen erwirtschaften nach den Zahlen des Statischen Landesamts im Jahr 2016 auch hier Überschüsse in ihren Haushalten. Insgesamt schafften das 121 der 235 Ortsgemeinden im Landkreis und außerdem die Stadt Bitburg.

Angeführt werden die Top Ten der Orte, die 2016 den höchsten Überschuss je Einwohner erzielt haben, von Eisenach (1169 Euro je Einwohner).

Die größte Gemeinde unter denen, die hier am besten abgeschnitten haben, ist die Stadt Prüm auf Rang zehn (653 Euro je Einwohner).

Ein Blick auf die reinen Steuereinnahmen je Einwohner der Städte und Dörfer ergibt auch hier ein anderes Bild.

Die meisten Steuern unter den Gemeinden des Eifelkreises heruntergebrochen auf die Zahl der Einwohner nahm 2016 Strickscheid mit 5947 Euro je Einwohner ein, gefolgt von Weinsheim mit 4969 Euro. Diese beiden Orte stellen damit alle anderen im Kreis, aber auch in den Nachbarkreisen bei weitem in den Schatten.

Auf Rang drei landete Scharfbillig mit 2375 Euro – mit weniger als der Hälfte. Die Stadt Bitburg als bei weitem größter Ort schiebt sich mit 1621 Euro unter die Top Ten.

Die Stadt Prüm, wo 1522 Euro je Einwohner an Steuermitteln eingenommen werden, erreicht als zweitgrößter Ort des Kreises Rang fünf.

Auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich ist eine positive Entwicklung bei der Haushaltssituation der Gemeinden festzustellen. Auch wenn die Spitzenwerte nicht so hoch sind wie in der Vulkaneifel, erwirtschaften doch viele Kommunen auch hier inzwischen Überschüsse. Insgesamt schafften das 2016 genau 46 der 105 Ortsgemeinden im Kreis und auch die Stadt Wittlich sowie die Einheitsgemeinde Morbach.

Angeführt werden die Top Ten der Orte, die 2016 den höchsten Überschuss je Einwohner erzielt haben, von Horath (1189 Euro je Einwohner). Der größte Ort unter denen, die hier am besten abschnitten, ist Hetzerath mit 2280 Einwohnern und 479 Euro je Einwohner. Das ergibt hier Rang fünf.

Bei den Steuereinnahmen je Einwohner ist die Rangfolge unter den Städten und Gemeinden etwas anders. Die meisten Steuern unter den Gemeinden des Landkreises Bernkastel-Wittlich heruntergebrochen auf die Zahl der Einwohner nahm 2016 Esch (VG Wittlich-Land) mit 2436 Euro je Einwohner ein, dicht gefolgt von Hetzerath mit 2146 Euro; auf Rang drei landete Laufeld mit 1708 Euro. Hier schiebt sich die Stadt Bernkastel-Kues als nach Wittlich und Morbach drittgrößte Kommune unter die Top Ten. In der Stadt fließen 1235 Euro je Einwohner an Steuermitteln in die Kasse. Das ist in dieser Rangfolge Platz sechs.

46 von 104 Gemeinden im Landkreis Trier-Saarburg haben es geschafft, im Jahr 2016 einen Überschuss aus den ihnen zur Verfügung stehenden Finanzmitteln zu erwirtschaften. Am dicksten ist das Pluszeichen in Thörnich, wo ein Überschuss von 2107 Euro je Einwohner verbucht wurde. Auf den Plätzen folgen Züsch mit 1537 Euro je Einwohner und Waldrach mit 1108 Euro.

Die höchsten Steuereinnahmen im Verhältnis zur Einwohnerzahl verzeichnete im Jahr 2016 Longuich. Dort flossen 1553 Euro je Einwohner in die Kasse. Die beiden folgenden Orte sind ebenfalls von großen Gewerbegebieten begünstigt: Auf Rang zwei liegt Föhren mit 1205 Euro je Einwohner. Auf dem dritten Platz landet Trierweiler mit 1151 Euro.