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Waxweiler/BItburg
Kreative Wege locken neue Besucher

Unter dem Titel „Liebe und Freude“ stellt die Künstlerin Hannie Reijnders ihre Arbeiten im Devonium Waxweiler aus.
Unter dem Titel „Liebe und Freude“ stellt die Künstlerin Hannie Reijnders ihre Arbeiten im Devonium Waxweiler aus. FOTO: TV / Hannie Reijnders
Waxweiler/BItburg . Besondere Aktionen, Mit­mach-Angebote und exklusive Einblicke – die Museen in der Region haben sich einiges einfallen lassen, um Gäste am Internationalen Museumstag, Sonntag, 13. Mai, in ihre Ausstellungen zu locken. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher.“

Von wegen altbacken und eingestaubt: Moderne Museen zeigen sich – ob analog oder mit Hilfe moderner Medien – kreativ, wecken Neugierde für ihre Sammlungen und ermöglichen es den Gäste, die Geschichte zu entdecken. Und sie arbeiten, wie es die Trierer Museen etwa bei den Ausstellungen zu den römischen Kaisern Konstantin und Nero sowie aktuell zu Karl Marx seit Jahren tun, eng zusammen. Dadurch eröffnen sie ganz neue Zugänge zu den Exponaten und erreichen auch Besucher, die bislang nicht zum Stammpublikum zählen. So geben sie ihren Gästen die Möglichkeit, über das kulturelle Erbe ins Gespräch zu kommen und das Gemeinschaftliche und Verbindende der Kulturen kennenzulernen. „Hyperconnected museums: new approaches, new publics“, zu Deutsch „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher.“, ist denn auch das Motto des 41. Internationalen Museumstags am Sonntag, 13. Mai. Im vergangenen Jahr beteiligten sich weltweit mehr als 35 000 Museen in über 145 Ländern. In Deutschland nahmen über 1700 Museen mit mehr als 4600 Aktionen teil.

Im Kreismuseum Bitburg-Prüm in Bitburg gewährt Museumsleiter Burkhard Kaufmann um 15 Uhr einen Einblick in die kommende Sonderausstellung. Diese erinnert an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und widmet sich insbesondere den Folgen des Krieges im Raum Bitburg-Prüm. Dazu stützt sich das Museum auf zahlreiche bislang unveröffentlichte Tagebuchaufzeichnungen, Dokumente, Objekte und Fotos. Geöffnet ist das Kreismuseum von 14 bis 17 Uhr.

Das Museum Speicher kann am Museumstag von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden, bietet aber keine besonderen Aktionen an – aus gutem Grund: Einen Monat später feiert das Museum seinen 30. Geburtstag. Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine Ausstellung mit Töpferwaren ehemaliger Speicherer Firmen, die am Sonntag, 17. Juni, eröffnet wird. Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich dem Thema Mode und zeigt Herren- und Damen-Kopfbedeckungen aus der Zeit von 1850 bis 1920. Über 100 Exponate aus dieser Zeit sind zu sehen.

Im Devonium Waxweiler wird am Museumstag eine Kunstausstellung eröffnet. Die niederländische Künstlerin Hannie Reijnders zeigt Ölgemälde unter dem Titel „Liebe und Freude“.   Sie sagt: „Die Natur ist immer die Basis meiner Inspiration.“ Besonders ist sie bedrohten Elefanten zugetan.  Inspirieren ließ sich die Künstlerin von den Fotos des niederländischen Natur- und Umweltfotografen Frans Lanting.

50 Prozent des Überschusses aus dem Verkauf der Gemälde spendet die Künstlerin an den Verein „Rettet die Elefanten Afrikas“, der unter anderem ein Elefantenwaisen-Projekt in Kenia unterstützt. Das Devonium ist am Museumstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Kunstausstellung ist bis 10. Juni zu sehen.

Im Nostalgikum in Uersfeld geht es zurück in die Wirtschaftswunderzeit. Dort gibt es eine Modenschau der 1950er Jahre, eine Oldtimer-Ausstellung und Fahrten im  Motorrad mit Seitenwagen oder mit einem historischen Bus: dem Setra S6, Baujahr 1959/60. Das „S“ steht, ebenso wie der Markenname für „selbsttragende Karosserie“, die „6“ für die sechs Sitzreihen, auf denen 22 Fahrgäste Platz nehmen können. Rundfahrten durch die Eifel starten stündlich ab 13 Uhr. Das Museum ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 Euro, im Stil der 1950er Jahre gekleidete Besucher haben freien Eintritt.

Das Heimweberei-Museum in der Alten Schule Schalkenmehren zeigt am Museumstag, wie früher Textilien hergestellt wurden: vom Scheren der Schafe über das Spinnen der Wolle bis hin zur Arbeit am Handwebstuhl. Thema der Dauerausstellung sind auch das anschließende Färben und Nähen sowie die Geschichte der Heimweberei-Genossenschaft. Geöffnet ist am Museumstag von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Außerdem werden Kaffee und Kuchen sowie weitere Getränke angeboten.