1. Die Woch

Motor: Da geht dir mehr als ein Licht auf

Motor : Da geht dir mehr als ein Licht auf

Opel hat den Insignia mit Hightech-Licht und neuen Motoren überarbeitet – erst­mals mit Zylinderabschaltung und Allrad für den GSI.

Opel beherrschte vor vielen Jahren das gehobene Segment. Wer Kapitän, Admiral oder Diplomat fuhr, der war was und galt was. Nach langer Absenz trat der Insignia 2008 in diese Lücke. Jetzt gibt es ein Facelift mit vielen neuen Assis, einer überarbeiteten Optik und einem Ausleuchtungssystem, bei dem einem in der Tat „ein Licht aufgeht“.

Die neuen Motoren – allesamt ausschließlich Verbrenner ohne Mildhybrid, aber um 18 Prozent im Verbrauch gesenkt – wurden noch unter GM-Regie entwickelt Darunter ein auch im Astra eingesetzter 1,5 Liter großer Dreizylinder Diesel mit 122 PS, der den Einstieg markiert. Ein auf Wunsch erhältlicher Selbstzünder mit zwei Litern Hubraum leistet 174 PS.

Zwei Zweiliter-Benziner mit 170 und 200 PS ergänzen die Motorenpalette. Spitzenmodell ist der Insignia GSI mit einem 230 PS starken 2.0 Liter Turbobenziner. Dem Kraftpaket hat Opel eine neue Neunstufen-Automatik, einen elektro-hydraulischen Bremskraftverstärker von Brembo sowie einen per Knopfdruck zuschaltbaren Allradantrieb spendiert.

Für die Kraftübertragung sorgen entweder manuell geschaltete Sechsganggetriebe oder eine achtstufige Automatik, die 2250 Euro teurer ist. Der leistungsstärkste Benziner kostet 40 550 Euro und wird ausschließlich mit einer neunstufigen Automatik angeboten. Der große Benziner ist Opels erster Motor mit Zylinderabschaltung. Unter Teillast legt eine dreifache Nockenwellenverstellung zwei „Töpfe“ ruhig.

Für diesen Zweck wird eine dreifach verstellbare Nockenwelle genutzt. Opel setzt diese Technik zum ersten Mal in einem seiner Serienfahrzeuge ein. Ist an mit dem Fahrzeug auf der Straße unterwegs, dann wird die die Ab- oder Zuschaltung der beiden Zylinder vorgenommen, ohne dass man davon etwas mitbekommt.

Beim neuen adaptiven ­Intelli-­Lux-LED-Pixel-Licht geht einem bei über 84 ­LED-­Ele­men­ten pro Scheinwerfer (bisher 32) im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Gegenverkehr oder vorausfahrende Fahrzeuge können damit auch nach beiden Seiten hin noch feinfühliger ausgeblendet und damit der Sicherheitseffekt erhöht werden. Das neue Lichtsystem, das einen deutlich niedrigeren Energieverbrauch als konventionelle Scheinwerfer hat, und damit auch zur Kraftstoff-Einsparung beiträgt, ist in den Ausstattungen Elegance, GSi Plus Line und GSi serienmäßig. In anderen Linien kostet es im Paket mit der Verkehrsschilderkennung 1700 Euro.

Auch bei den Assistenz-Systemen hat Opel im Insignia 2020 zugelegt: Das sind unter anderem ein Rückfahr-Assistent, Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung, ein adaptiver Geschwindigkeitsregler mit Notbremsfunktion, Verkehrsschilderkennung, automatischer Parkassistent und ein Head-up-Display. Optional erhältlich ist auch die Notruffunktion E-Call. Insgesamt wirkt der überarbeitete Insignia mit dem chromumrandeten Kühlergrill niedriger und breiter als sein Vorgänger. Damit liegt das Auto „satter“ auf der Straße.

Der Einstiegspreis für den überarbeiteten Opel Insignia liegt bei 29 965 Euro für den 4,89 Meter langen Grand Sport (Limousine). Der 4,99 Meter lange Sports Tourer (Kombi) beginnt bei 31 963 Euro.

Auch im Interieur hat sich viel getan.    Foto: Opel

Opel strebt mit dem dergestalt optimierten Wagen vor allem eine deutliche Absatzsteigerung im Flottenkundengeschäft an. Deshalb setzt man bei Opel auch so große Erwartungen auf die Kombi-Version des neuen Insignia. 77 Prozent der Baureihe, so glaubt man, werden als Sports Tourer bestellt werden. Womit Deutschland wieder einmal seinen Ruf als Kombiland bestätigt hätte.