1. Die Woch

Motor: Der etwas andere Mild-Hybrid

Motor : Der etwas andere Mild-Hybrid

Mit dem Namen Subaru Impreza verbinden viele Freunde des japanischen Allrad- und Boxerspezialisten vor allem eines: Erfolge im Rallyesport. Denn als WRX STI räuberte er viele Jahre lang über die Rallyepisten dieser Welt und setzte auch im Alltag mit mächtigem Heckbürzel ein optisches Ausrufezeichen.

Zwar wurde er schon einige Jahre vor seinem Ende als eigene Modellreihe aus dem Schaufenster genommen, doch die Erinnerung bleibt. 

Jetzt zeigt der immer schon etwas ungewöhnliche „um die Ecke denkende“ Autobauer, dass er auch anders kann. Dabei geht es erneut um den Impreza. Mit Hilfe eines Elektromotors fährt dieser jetzt nämlich als e-Boxer vor. Auf einer eigenen, für Elektrifizierung zumindest ausgewiesenen Plattform. Denn als 2.0ie e-Boxer zeigt der Impreza inzwischen auch als Mildhybrid mit E-Support so etwas wie ökologische Züge. Dem erforderlichen EU-Durchschnittswert geschuldet. Und so arbeitet jetzt in dem ehemaligen Kurvenräuber und Schotterrowdy ein überarbeiteter, 150 PS starker Zweiliter-Boxermotor. Hilfe erhält er von einem 16,7 PS starken Elektromotor, der von einer einer 0,6 kWh großen Batterie gespeist wird.

Subaru-Kunden haben sich schon immer durch ihren Hang zur Individualität und den Mut zum Anderssein ausgezeichnet. Weshalb man nicht nur sie, sondern auch Fahrzeuge wie den Impreza nicht gerade als Massenware über unsere Straßen rauschen sieht. Der Impreza ist also auch in dieser Version ein Fahrzeug, mit dem man außerhalb ausgetretener Pfade gut bedient wird. Im Vergleich zum XV e-Boxer findet man hier allerdings etwas mehr Limousinen-Fahrkomfort, hat weniger SUV-Anbauteile und etwas weniger Bodenfreiheit.

Zu Subaru gehört aber nicht nur der flache Boxermotor und das permanente Allradsystem, sondern auch die stufenlose Automatik „ohne Heulen“, das markenrelevante Lineartronic-Getriebe. Viele gewohnte technische Features also, die Freunde des Hauses wiederfinden in diesem Fahrzeug. Dazu gehört auch das Erscheinungsbild. Denn außer einer kaum wahrnehmbaren Kosmetik im Frontbereich mit leicht verändertem Grill und etwas mehr Chromverarbeitung im Stoßfänger wird am 4,48 Meter langen, sehr stattlich auftretenden Impreza nicht „herumgewerkelt.“

Wie von Subaru gewöhnt, findet man also viel Platz im Innenraum, ein übersichtliches, klug durchdachtes Cockpit, sowie zweckmäßig und gut verarbeitete Materialien. In einem eigenen Display unterhalb der Windschutzscheibe sind verschiedene Informationen des Bordcomputers untergebracht. Über den großen Infotainment-Monitor werden auch Android Auto und Apple CarPlay bedient. Auch in der höchsten Ausstattungsstufe Platinum verfügt der Impreza über maximal 17 Zoll große Felgen.

Der mild hybridisierte Impreza muss zum Zwecke des Systems etwas von seinem Kofferraumvolumen abgeben. Aus 385 Litern wie beim weiterhin erhältlichen Verbrenner werden bei der e-Variante deren 340. Auch die Anhängerlast verliert 130 Kilo, von 1200 auf 1070 Kilogramm. Und der Tank fasst jetzt nur noch 48 statt 63 Liter.

Sinn und Zweck des e-Boxers ist natürlich aus Sicht des Herstellers, den Flottenverbrauch zu senken und aus Sicht des Kunden auf gewöhnte Markenclaims zurückgreifen zu können, aber durch e-typische Erscheinungsmerkmale wie das beliebte „Segeln“ Sprit einzusparen. Das soll mit Hilfe des Mildhybrid-Systems erreicht werden. Wobei der e-Boxer mit gewohnt typischem Klang im Verbrennermodus und nicht elektrisch losfährt. An die extrem hochschnellende Drehzahl müssen sich nichtaffine Elektroboost-Fahrer erst noch gewöhnen. An die entsprechende rasche Geschwindigkeit beim Anfahren eher nicht. 

Fährt man etwas antizipierend und strapaziert den Gasfuß nicht zu sehr, ist man alltagskonform mit der Technik. Bis zu 1,6 Kilometer rein elektrisches Fahren sichert Subaru zu.

Mit dem Einsatz neuer Hybrid-Technik hat Subaru den e-Boxer aufgefrischt.               Foto: Jürgen C. Braun
Mit dem Einsatz neuer Hybrid-Technik hat Subaru den e-Boxer aufgefrischt. Foto: Jürgen C. Braun

Voraussetzung: Die Tachonadel überschreitet die Marke von 40 km/h nicht. Ist das Tempo höher und man gerät ins erwähnte Segeln, meldet sich aber auch der Verbrenner ab.