1. Die Woch

Wittlich: Die Faszination der Pfeile

Wittlich : Die Faszination der Pfeile

Seit einigen Jahren steht der Dartsport bei vielen Men­schen hoch im Kurs. Auch in Wittlich wird gespielt, beim DC Gäße­strep­per. der Verein hat drei Mannschaften. Höhepunkt der Vereinsgeschichte waren die beiden „Warsteiner Darts Night oft the Champions“, bei denen bis zu 2000 Besucher vor Ort waren.

Einen fünfmaligen Weltmeister des eigenen Sports live zu sehen, diese Gelegenheit hatten Dartsfans 2019 und 2020 in Wittlich. Der Dartprofi
Raymond van Barnfeld war bei einem Showevent im Wittlicher Eventum. Dabei spielte er unter anderem gegen den besten deutschen Profi Max Hopp. Mit dabei waren die Mitglieder des Wittlicher Dartclub DC Gäßestrepper, die maßgeblich bei dem Event mitgeholfen haben. Die Stimmung war, wie bei vielen anderen Dart-Veranstaltungen konzentriert an der Scheibe und ausgelassen beim Publikum. Stefan Lindtstaedt, 1. Vorsitzender erinnert sich gerne an die beiden Warsteiner Darts Nächte: „Für unseren Verein war das eine wahnsinnig tolle Erfahrung. Wir haben mitgeholfen, die Wildcards wurden auf unserer Anlage ausgespielt, wir waren auf den Plakaten für die Veranstaltung vertreten und haben dadurch sieben, acht treue Vereinsmitglieder gewonnen.“ Ganz besonders war für die Vereinsmitglieder, dass die Dart-Stars auch bei ihnen im Verein waren und sie mit ihnen spielen konnten. „Sie haben uns auch unser Dart-Equipment oder T-Shirts signiert. Das war schon super“, fasst Stefan Lindstaedt zusammen.

Aus der Region waren damals ebenfalls sehr gute Dartspieler dabei, etwa Stefan Nilles oder Paul Pohl. Wildcards hatten Daniel Jäger, Benjamin Freudenreich, Karl Rheisner und Andreas Gradert.

Die Anfänge

Der Verein, der 1997 gegründet wurde, und dessen Vereinslokal bis zu dessen Schließung der „Gäßestrepper“ in Bombogen war, hat inzwischen eine moderne Drei-Board-Anlage im Billard-Café in Wittlich. 25 aktive Mitglieder werfen jeden Freitag, aus 2,75 Entfernung auf die Scheiben. „Wir haben ein sehr intaktes Vereinsleben. Auf sechs Scheiben wird hier freitags gespielt, 25 Leute sind immer da, die spielen, sich unterhalten wollen und die Atmosphäre hier einfach genießen.“ Neben dem regelmäßigen Training und Spielen, gibt es auch eine Weihnachtsfeier. Man ist schon gemeinsam nach Schottland gefahren, geht wandern oder fährt gemeinsam nach Aach, um sich Dart-Equipment anzuschauen und einzukaufen.

Drei Mannschaften hat der DC Gäßestrepper, davon spielen alle drei in der EHM-Liga, eine in der A-Klasse, eine in der Bezirks- und eine in der Regionalliga. Pro Saison finden 14 Ligaspiele statt. Dazu kommen die Pokalspiele,

je nachdem wie weit man kommt, sind das noch einmal sechs bis sieben. Der Ligapokal war der größte sportliche Erfolg des Vereins. Bei einem Ligaspiel werden zunächst zwei Doppelspiele, dann vier gegen vier und wieder zwei Doppel ausgetragen. Insgesamt sind das dann 20 Partien, die insgesamt etwa drei Stunden dauern. Besonders gerne fahren die Wittlicher zum DC Trier und auch nach Aach. „Die Leute sind da gut drauf und es macht einfach Spaß dorthin zu fahren“, so Lindstaedt.

Was den Sport ausmacht

Ein persönliches Highlight war für Stefan Lindstaedt 153 Punkte mit drei Pfeilen zu werfen in einem Qualifikationsturnier. „Das war mein High Finish. Da haben alle gegrölt. Das vergisst man nicht“, so der erste Vorsitzende der Gäßestrepper.

Mit 18 Darts die 501 Punkte zu schaffen, ist schon sehr gut, neun sind perfekt. Die 501 Punkte müssen mit einem Doppelfeld abgeschossen werden.

Den Reiz des Sports, macht für Stefan Lindstaedt die Mischung zwischen Einzel- und Mannschaftssport aus. „Man spielt zwar gegen einen Gegner, hat aber keinen Einfluss auf dessen Spiel. Man muss schon schauen, dass man selbst gut wirft. Da kann man auch keinen anderen verantwortlich machen“, sagt er. Zudem sei es ein generationenübergreifender Sport. „Zwischen 17 und 70 Jahren sind unsere aktiven Mitglieder und jeder kann gegen jeden spielen und gewinnen“, weiß er aus Erfahrung. Einen weiteren Vorteil sieht er darin, dass man Dart zu jeder Jahreszeit spielen kann. „Spaß macht Dart auch vielen Anfängern, weil man zügig Fortschritte macht. Es ist ein mentaler Sport, bei dem die Konzentration sehr wichtig ist. „Man muss fokussiert sein, und Taktik spielt auch eine Rolle“, betont er.

 Konzentration und eine ruhige Hand sind beim Dart gefragt.
Konzentration und eine ruhige Hand sind beim Dart gefragt. Foto: DC Gäßestrepper
 Jürgen Plein (links) mit dem belgischen Dart-Profi Kim Huybrechts, der zu den Top 50 der Welt gehört.
Jürgen Plein (links) mit dem belgischen Dart-Profi Kim Huybrechts, der zu den Top 50 der Welt gehört. Foto: DC Gäßestrepper

Für die Zukunft haben sich die Mannschaften sportliche Ziele gesetzt. „Die Dritte“, die in der A-Klasse ist, will aufsteigen, die „Steel Oldies“ wollen die Bezirksliga halten und die erste Mannschaft in der Regionalliga bleiben. „Eine Frauenmannschaft wäre auch schön, aber das ist schwierig“, so Stefan Lindstaedt. Gesund weiter wachsen ist ein weiterer Wunsch, des Vereins.