1. Die Woch

Festival: Drei Tage Jazz im Trifolion Echternach

Festival : Drei Tage Jazz im Trifolion Echternach

Das Echter‘ Jazz Festival bringt vom 25. bis 27. Februar internationale und nationale Stars der Jazzszene auf die Bühne der Luxemburger Abteistadt.

Arthur Possing & Eric Legnini

Manu Katché

Freitag, 25. Februar, 20 Uhr

Vorverkauf: 30 bis 40 Euro,

ermäßigt 18 bis 24 Euro,

Abendkasse: plus 2,50 Euro.

 

Wann haben zwei Pianisten schon die Gelegenheit, zusammen zu musizieren? In den meisten Fällen eher selten. Nichtsdestotrotz haben vereinzelte, berühmte Beispiele die Geschichte maßgeblich geprägt. Der Ausgangspunkt für dieses Klavier-Duo war das Zusammentreffen von Arthur Possing und Eric Legnini, der eine Student, der andere Professor. Bald verschwanden diese Rollen und es entstand eine wahre Freundschaft zwischen diesen beiden Pianisten. Im Laufe der letzten fünf Jahre haben sie ihre gemeinsame Liebe sowohl für Tradition als auch für Modernität entdeckt, wiedererkennbar im jeweiligen Schaffen der Pianisten. Dieses Konzert ist die Premiere eines Repertoires bestehend aus Erics und Arthurs Kompositionen, in denen sie auch akustisches und elektrisches Klavier verbinden, und so ein einzigartiges musikalisches Universum schaffen.

Mit Manu Katché kommt ein weltweit anerkannter Schlagzeuger nach Echternach, dessen Sound und Stil von Musikbegeisterten unter Tausenden wiedererkannt wird. Ob Rock, Pop, Jazz oder Klassik – Katché fühlt sich in unterschiedlichen Genres Zuhause und ist in der Lage, viele verschiedene Musikeinflüsse zu kombinieren und sich allen Richtungen anzupassen. Für sein zehntes Album „The Scope“ präsentiert er sich im Quartett und kombiniert die Wurzeln des Groove mit Electro-Klängen. Auf der Bühne des Echter’Jazz Festivals wird er von seinem langjährigen Freund und Kollegen Jérôme Regard am Bass begleitet, der sich wie er an jeden musikalischen Kontext anpassen kann und unter anderem mit Michel Legrand, Jan Garbarek und Louis Winsberg aufgetreten ist. Vervollständigt wird das Quartett vom Gitarristen Patrick Manouguian, der ebenso viele große Namen begleiten durfte, und vom Pianisten Eric Legnini, der am gleichen Abend im Duo mit Arthur Possing auf der Festivalbühne stehen wird. (Das Konzert von Manu Katché ersetzt das abgesagte Konzert von Lizz Wright, das ursprünglich für diesen Abend geplant war.)

Michel Meis 4tet

Jakob Bro Trio

Samstag, 26. Februar, 20 Uhr

Vorverkauf: 26 bis 35 Euro,

ermäßigt 16 bis 21 Euro,

Abendkasse: plus 2,50 Euro.

 

Das Michel Meis 4tet hat sich in der europäischen Jazzszene einen Namen gemacht mit einem kantigen, eklektischen Jazz, der ebenso dynamisch wie melancholisch ist. Mühelos bewegen sie sich von einem Extrem zum anderen. Entfesselte Rhythmen kulminieren in lyrischen Melodien. Klassische Jazzelemente gehen über in intensive elektronische Effekte. Freie Improvisationen münden fast nahtlos in eingängige Melodien. Nach ihrem hochgelobten Debütalbum „Lost in Translation“ (2019) veröffentlichen sie am 28. Mai auf Double Moon Records ihr zweites Album „Kaboom“ mit dem französischen Geiger Théo Ceccaldi, einem der einzigartigsten Musiker der neuen europäischen Jazzszene.

Mit seinem neuen Album „Uma Elmo“ präsentiert der dänische Gitarrist und Komponist Jakob Bro sein neues Trio mit dem norwegischen Trompeter Arve Henriksen und dem spanischen Schlagzeuger Jorge Rossy. Angesichts der musikalischen Synergie des Trios ist es erstaunlich, dass die drei Musiker zum ersten Mal überhaupt für die Aufnahmen des Albums im Studio des Schweizer Rundfunks in Lugano zusammenspielten. Die London Jazz News schreiben über die Arbeit von Bro: „Es gibt keine Eile in dieser Musik, aber sie hat eine große Tiefe.“ „Uma Elmo“ beschwört eine Aura herauf, die auch dann noch nachklingt, wenn die Töne bereits verklungen sind, und erzählt von vergangenen Helden und neuen Leben, von betörenden Klängen und versonnenen Momenten. Mit ihrem neuen Album haben Bro & Co. etwas von bleibendem Wert in seltsamen Zeiten geschaffen.

 

Brad Mehldau

Sonntag, 27. Februar, 20 Uhr

Vorverkauf: 34 bis 45 Euro,

ermäßigt 20 bis 27 Euro,

Abendkasse: plus 2,50 Euro.

 

 Das Michel Meis 4tet.
Das Michel Meis 4tet. Foto: Navid Razvi
 Arthur Possing.
Arthur Possing. Foto: Eric Engel
 Jakob Bro.
Jakob Bro. Foto: Mike Højgaard
 Brad Mehldau.
Brad Mehldau. Foto: Michael Wilson
 Manu Katché.
Manu Katché. Foto: Arno Lam/Arno LAM

Der mit einem Grammy ausgezeichnete Jazzpianist Brad Mehldau tritt seit Mitte der 1990er-Jahre mit seinem Trio und als Solopianist in der ganzen Welt auf. Die beiden Seiten von Mehldaus musikalischer Persönlichkeit – der Improvisator und der Formalist – spielen gegeneinander, und der Effekt ist oft so etwas wie kontrolliertes Chaos. Seine Darbietungen vermitteln eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten, von Abstraktion und intellektueller Strenge bis zu nüchterner Emotion. Im Laufe der Jahre hat er eine beachtliche Fangemeinde gewonnen, die von seinen Auftritten ein einzigartiges, intensives Erlebnis erwartet.