1. Die Woch

DS7 Crossback: Chic und Komfort im Zeichen der Raute

Motor : Chic und Komfort im Zeichen der Raute

DS? Ja, DS. Aha. Zugegeben, es dauerte eine Zeitlang, bis sich deutsche Autofahrer daran gewöhnt hatten, dass es neben Renault, Peugeot und Citroën nun noch eine neue französische Automarke gab. DS eben.

Der ehemalige Edel-Ableger des „double chevron“ (Doppelwinkel), von Citroën also, wurde als Premium-Label aus dem Nachbarland auf dem Markt installiert. Erstes eigenes Modell war 2017 der große SUV DS7 Crossback. Wir fuhren die Version „so chic“ mit dem 130 PS starken Diesel und AT-Getriebe.

Die Bezeichnung „so chic“ trifft im Übrigen nach nicht nur für dieses SUV, sondern für die gesamte DS-Modellpalette zu. Eine betont dynamisch-aufregende Performance verbreitet mehr als nur einen Hauch französischer Blechkleid-Haute-Couture. Von welchem Blickwinkel man dieses Fahrzeug auch betrachtet: im Zusammenspiel mit den Voll-LED-Scheinwerfern, die sich beim Start aufreizend lasziv drehen und dann wieder in Reih und Glied stehen, ergibt sich ein aufregender Blickfang. Das Heck mit der steil aufragenden Klappe wird dominiert von einem Leuchtband, dessen Bestandteile der flirrenden Kugel einer 1970er Disco ähnlich sind.

Im Interieur fällt der DS7 Crossback mit edlen Materialien auf, die auch haptisch sehr angenehm sind. Feine und durchdachte Details wie eine analoge Uhr, die sich zum Start aus der Versenkung des Armaturenbretts erhebt, gehören genauso dazu wie das Infotainment-System mit zwei 12 Zoll großen Bildschirmen Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, zeichnet sich aber durch eine sehr hohe Auflösung aus. Wo man hinschaut, kleine, bewusst inszenierte Rauten in allen Größen, und Platzierungen als durchgehendes Design-Element. Verstellbare Ledersitze mit großer Beinauflage und guter Seitenstabilität sind ideal für lange Strecken. Eine induktive Ladeschale für das Handy und Smartphone-Anbindung via Android Auto oder Apple Carplay kommen hinzu.

Aber Autos haben auch einen Auftrag zu erfüllen und sollen nicht nur als extravagante rollende Pralinenschachtel daherkommen: Der Kofferraum weist, je nach Konfiguration der leicht umzulegenden Rücksitzlehnen, zwischen 555 und 1700 Liter Stauvolumen auf. Auch die Passagiere haben in beiden Sitzreihen sehr viel Platz für Kopf, Beine, Schultern und Ellbogen. Und an Ablagemöglichkeiten fehlt es ebenso wenig.

Für den Vortrieb sorgt in unserem Fall ein Blue HDI aus dem Konzern, den sich der DS mit seinen Brüdern im Zeichen des Löwen und des Doppelwinkels teilt. Der 1,5 Liter große und 130 PS starke Commonrail-Selbstzünder mit 400 Newtonmeter Drehmoment ist für dieses Fahrzeug zwischen gehobener Mittelklasse und Oberklasse wie geschaffen. Unten rum „knurrt“ er ein wenig, ist dann aber ein idealer Taktgeber für unterwegs. Übertragen wird diese Kraft von einer ebenso sanften wie kraftvoll zupackenden Achtgang-Automatik.

 Der DS7 Crossback ist ein besonders chic geschnittenes Premium-SV.
Der DS7 Crossback ist ein besonders chic geschnittenes Premium-SV. Foto: Jürgen C. Braun
 Der DS7 Crossback bietet viel Stauraum.
Der DS7 Crossback bietet viel Stauraum. Foto: Jürgen C. Braun

Das aktive Fahrwerk weist eine gelungene Abstimmung von Komfort und Sportlichkeit auf. Kamerabasiertes Feature: Wird unterwegs ein Schlagloch oder eine überproportionale Unebenheit erkannt, stellt sich das Fahrwerk in Millisekunden darauf ein. Holprige Längswellen sind kein störender Nebeneffekt. Da DS auf Allradantrieb verzichtet, macht sich das auch im Verbrauch positiv bemerkbar. Wir kamen bei bewusst antizipierender Fahrweise auf 4,7 Liter. Sollte es dagegen sehr zügig gehen, lagen wir bei 7,4 Litern auf 100 Kilometer.