1. Die Woch

Motor: Ein Sportage für die Steckdose

Motor : Ein Sportage für die Steckdose

Kia macht sein Mittelklasse-SUV immer europäischer und bietet jetzt auch eine Plug-in-Variante an.

Der südkoreanische Autobauer Kia passt sich in vielerlei Hinsicht dem Geschmack und den Wünschen seiner europäischen Klientel-Gemeinde an. Besonders deutlich wird das jetzt bei der Plug-in-Variante des neuen Mittelklasse-SUV Sportage. In der fünften Generation des Bestsellers fährt zum ersten Mal eine Stecker-Variante vor, die in punkto Design, Haptik, Ausstattung und Antrieb das neue Sahnehäubchen der Modellreihe ist. Damit sind die Möglichkeiten der Antriebspalette neben dem Mild-Hybrid und dem reinen Stromer, dem Crossover-SUV EV6, in dieser Fahrzeug-Gattung jetzt ausgeschöpft.

Beim 1.6 T-GDI Plug-in-Hybrid AT AWD, wie der Neue offiziell heißt, stellen ein 1,6-Liter großer Benzinmotor sowie ein Elektromotor eine Systemleistung von 265 PS und 450 Newtonmeter zur Verfügung. Die rein elektrische Reichweite beträgt laut Kia dank der 3,8 kWh großen Batterie mehr als 60 Kilometer. In dieser Version wird bei 140 km/h abgeriegelt. Das ist gerade angesichts der aktuellen Kraftstoffpreise eine interessante Alternative zum reinen Verbrenner in diesem Segment.

Der 4,52 Meter lange Kia Sportage ist Praktiker, Schönling, und Sparfuchs zugleich. Das Kofferraumvolumen wurde von bisher 503 Litern auf 540 bis 1715 Liter erhöht. Das bedeutet übersetzt von der Verbrenner- in die Elektrosprache: Der Plug-In verstaut in etwa genau so viel an Gepäck wie die Varianten mit dem konventionellen Antrieb. Das ist vor allen Dingen auf die neue Plattform zurückzuführen, auf der der Sportage aufbaut. Dank ihr kann die rund 140 Kilo schwere Batterie zentral zwischen beiden Achsen in der Bodenplatte positioniert werden. Das geht dann weder zu Lasten der Insassen noch des Gepäcks beim notwendigen Raum.

Diese Tatsache macht sich aber auch wegen des gleichmäßig verteilten Gewichtes beim leichten und sicheren Handling ohne Ausbruchstendenzen bemerkbar. Gerade darauf haben die Entwicklungs-ingenieure bei dem ganz auf Europa ausgerichteten Modell besonders viel Wert gelegt. Das in den Plug-In-Hybrid verbaute E-Handling-System nutzt das hohe Drehmoment des Elektromotors geschickt aus. Es wirkt mit bewussten Eingriffen auf die Stabilität im Kurvenbereich oder in kritischen Situationen ein.

Unser erster Fahreindruck mit dem neuen Stecker-Kia: Der liegt richtig satt auf der Straße und macht auch „keine Zicken“, wenn die Querbeschleunigung mal etwas höher wird. In Verbindung mit dem Ausstattungspaket „GT-Line“ übernimmt diese Funktion eine elektronische Dämpferkontrolle, die auch Wank- und Nickneigungen entgegenwirkt.

Die Leistung des Sportage Plug-in-Hybrid wird von einer 6-Stufen-Automatik und einem Allradantrieb auf die Straße gebracht. Der Vierzylinder Turbobenziner 1.6 T-GDI, stellt beim Steckdosen-Sportage 180 PS und 265 Nm an Vortrieb zur Verfügung. Eine variable Ventilsteuerung ermöglicht es, dass unmerklich zwischen unterschiedlichen Verbrennungs-Zyklen hin- und hergewechselt werden kann. Der Verbrenner, der im mittleren Teillastbereich am effizientesten arbeitet, teilt sich seine Aufgaben mit einem 91 PS und 305 Nm starken Elektromotor.

Das intelligente Allradsystem stellt mit dem „Terrain Mode“ im Plug-In drei zusätzliche Einstellungen zur Verfügung:  „Snow“, „Mud“ und „Sand. Diese Modi passen sowohl die Kennung des Getriebes, als auch das Motor-Drehmoment und das Stabilitätsprogramms an. Dadurch wird die Plug-In-Variante des Kia Sportage zu mehr als nur einem Soft-SUV der Mittelklasse.

 Blick ins Cockpit des Kia Sportage Plug-in-Hybrid.
Blick ins Cockpit des Kia Sportage Plug-in-Hybrid. Foto: Kia/Olaf Gallas

Die Preisliste für die neue Stecker-Variante beginnt bei 44.390 Euro.