1. Die Woch

Freude mit dem Osterhasen zu Hause

Ostern : Freude mit dem Osterhasen zu Hause

Wer in Zeiten der Corona-Krise seinem Hobby zu Hause nachgehen kann, der ist klar im Vorteil. Bei Frank Marxen aus Rommersheim ist das so. Er ist der Vorsitzende des Rassekaninchenzuchtvereins RN 7 Südeifel e.V. und kümmert sich täglich um seine rund 30 „Osterhasen“.

„Die Züchtung von Rassekaninchen ist ein faszinierendes Hobby. Für die Tiere zu sorgen, zu sehen wie sie sich entwickeln und wie die Zucht gelingt, das macht mir große Freude“, sagt Frank Marxen. Der 28-jährige Zerspanungsmechaniker aus Rommersheim frönt diesem Hobby seit vielen Jahren. Es sei ein wunderbarer Ausgleich zum Arbeitsalltag. Der Kontakt zu den Tieren gibt ihm viel, verlangt aber auch einiges.

„Der Züchter muss jeden Tag des Jahres für seine Tiere da sein. Die müssen versorgt werden. Das kostet Zeit, Geld und Mühe, die viele Menschen nicht mehr investieren wollen. Deshalb ist der Kreis der Züchter, auch hier vor Ort, leider rückläufig“, sagt Marxen.

An einem normalen Arbeitstag, wie jetzt im zeitigen Frühjahr in der Zuchtphase, muss sich der Züchter Gedanken darüber machen, welche Tiere für eine Paarung idealerweise in Frage kommen. Dabei spielen Farbe und Genetik eine Rolle. „Wenn ich ein Tier gekauft habe und für die Zucht verwenden will, muss ich mich zunächst auf die Angaben des Verkäufers verlassen. Oft ist das aber sehr vage und die wirklichen Zuchterfolge zeigen sich erst durch die eigene Vorgehensweise“, erklärt Marxen. Neben der Fütterung der Tiere müssen die Boxen auch in regelmäßigen Abständen ausgemistet werden. In der Kontrolle der Aufzucht achtet er darauf, ob und wie die bei Ausstellungen von Rassekanichen geforderten Standards der Gewichts- und Farbvorgaben erfüllt werden.

Auf die Frage, ob es ihm nicht leidtue, die niedlichen Tiere in Buchten einzusperren, antwortet er: „Nach etwa acht bis zehn Wochen lösen sich die Jungtiere von der Häsin. Das ist der Zeitpunkt, wo wir die Tiere nach Geschlechtern getrennt in Freilaufgehegen halten. Zum Schutz der Ausstellungstiere vor Verletzungen leben diese im Schutz von Buchten. Damit stellen wir sicher, dass sie nicht ungewollt Ausschlusskriterien wie Fell-oder Krallenverletzungen erleiden und dann nicht mehr als Ausstellungstiere eingesetzt werden könnten“ berichtet Marxen von seinen Erfahrungen. Wenn die Tiere einzeln in Boxen gehalten werden, habe der Züchter den besseren Überblick. „Dann kann ich genau sehen, wie sich das einzelne Tier entwickelt, wie die Futterverwertung ist und ob das Tier gesund ist“, so Marxen. Dennoch bekommen die Kaninchen auch genügend Auslauf im Freien.

Der Züchter hat bereits an vielen Ausstellungen teilgenommen. Mit Bedauern mussten er und seine Züchterkollegen die Absage des Beda-Marktes zur Kenntnis nehmen. „Hier wären wir wieder präsent gewesen. Wir hatten einen Informationsstand vorbereitet und hätten zahlreiche Tiere ausgestellt. Das musste nun leider entfallen“, so Marxen. Das bremst ihn und seine Kollegen allerdings nicht in ihrem Elan, das Hobby weiterhin zu betrieben. „Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Bis dahin erfreuen wir uns an den Tieren“.

  Frank Marxen (rechts) mit seinem Kollegen Günter Fandel bei der Bundesrammlerschau 2017 in Erfurt.
Frank Marxen (rechts) mit seinem Kollegen Günter Fandel bei der Bundesrammlerschau 2017 in Erfurt. Foto: Rudolf Höser/Verein
 Rassekaninchenzüchter Bruno Surrey bei der Fütterung seiner Tiere.
Rassekaninchenzüchter Bruno Surrey bei der Fütterung seiner Tiere. Foto: Rudolf Höser/Verein
 Bei der Fütterung der Tiere  kommen nur wertvolle Nahrungsmittel zum Einsatz.
Bei der Fütterung der Tiere kommen nur wertvolle Nahrungsmittel zum Einsatz. Foto: Rudolf Höser/Verein
 Nachdem sich die Jungtiere von der Häsin abgesetzt haben, dürfen sie ins Freigelände. Nur die wertvollen Zuchttiere werden einzeln in Buchten gehalten.
Nachdem sich die Jungtiere von der Häsin abgesetzt haben, dürfen sie ins Freigelände. Nur die wertvollen Zuchttiere werden einzeln in Buchten gehalten. Foto: Rudolf Höser/Verein
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Logo Unsere Vereine Foto: TV/Schramm, Johannes

Rudolf Höser