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Unsere Vereine: Singen auf der Sonnenseite

Unsere Vereine : Singen auf der Sonnenseite

Singen ist im Trend. Besonders in Reinsfeld. Denn dort hat sich neben dem Quartettverein Concordia Reinsfeld mit dem Chorschatten ein zweiter Gesangverein im Vereinsleben etabliert. Sechs Männer und sieben Frauen treffen sich einmal pro Woche, um A-cappella-Stücke zu singen.

„Der Chorschatten bewegte sich schon immer auf der Sonnenseite der Spaßhabenden“, heißt es auf der Homepage des Chores. Und das ist den Sängern bei ihren Übungsabenden anzumerken. Immer wieder lacht jemand, macht einen Scherz, bevor Chorleiterin Andrea Stüber das nächste Lied aufruft. Doch müssen die 13 Chormitglieder neben den richtigen Tönen auch die passenden Bewegungen einstudieren. Denn die Mitglieder von Chorschatten bewegen sich zur Musik, schnippen gemeinsam mit den Fingern, klatschen, gehen synchron nach vorne oder zur Seite. Sangeskunst kombiniert mit Action und Bewegung. „Man sagt uns nach, dass man uns ansieht, wie viel Spaß es uns macht“, sagt Stüber. Und das ist wahrscheinlich auch eine der Ursachen, warum Chorschatten so erfolgreich ankommt.

Beim Weihnachtskonzert am ersten Januarwochenende ist die Pfarrkirche St. Remigius in Reinsfeld mit 400 Besuchern voll besetzt. Was auch den Protagonisten auf der Bühne vor dem Altarraum zugute kommt: Der Kontakt zum Publikum ist das, was es ausmacht“, sagt Lucia Feider vom Ensemble. „Die Begeisterung, die wir ausstrahlen, springt aufs Publikum und kommt zu uns zurück.“ Wobei A-cappella-Singen anspruchsvoll ist. „Eine kleine Gruppe ist was anderes als ein großer Chor“, sagt Sänger Reinhard Bäumler. „Man kann sich nicht hinter jemand anderem verstecken.“ Hinzu kommen die Stücke von Chorschatten, die sich erheblich von dem Repertoire klassischer Chöre unterscheiden. „Wir singen Sachen von Viva Voce, den Wise Guys, den 6-Zylindern und weiteren A-cappella-Gruppen“, sagt Andrea Stüber. Aber auch selbst arrangierte Stücke gehören zum Repertoire von Chorschatten, das zudem viele Lieder aus den Genres Pop, Jazz und Rock enthält. Darunter sind Oldies und internationale Hits wie „Hymn“ von Barclay James Harvest, „Annie’s Song“ von John Denver und „I’m not in Love“ von 10cc.

Vor mehr als 20 Jahren hat sich Chorschatten aus Akteuren vom Quartettverein gebildet, als einige Sänger eine Weihnachtsfeier bereichern wollten und Beatles-Stücke wie „Michelle“ und „Yesterday“ vortrugen. „Das kam gut an“, sagt Andrea Stüber. „Zudem hat es irre Spaß gemacht, so dass wir gesagt haben, wir bleiben dabei.“ Zuerst ist Chorschatten als eigene Abteilung des Quartettvereins mitgelaufen. Doch aufgrund der zahlreichen Auftritte haben sich die Sänger 2007 entschieden, einen eigenen Verein zu gründen. Zehn bis 15 Auftritte hat Chorschatten jährlich. Ihr Können haben die Sänger bereits weit über Reinsfeld hinaus bewiesen. Davon zeugen Auftritte in Bitburg, Prüm, dem Saarland, Koblenz und Mainz.

  • Weitere Infos gibt es im Internet auf www.chorschatten.de

Das sagen drei Mitglieder des Chors:

Stefan Stüber, Vorsitzender des Vereins: „Ich habe Spaß am Singen und an dieser Art von Musik. Die meisten von uns sind Fans von A-cappella-Gruppen. Zudem hält Singen jung.

Sandra Walter: Ich freue mich auch auf die After-Show-Feten. Nach den Auftritten ist die Anspannung vorbei. Dann sind wir nochmal gemütlich zusammen und singen nochmal einfach so.

 Die Mitglieder von Chorschatten müssen für die Auftritte auch die richtigen Bewegungen proben.
Die Mitglieder von Chorschatten müssen für die Auftritte auch die richtigen Bewegungen proben. Foto: Christoph Strouvelle
 Chorleiterin Andrea Stüber sorgt für den richtigen Ton.
Chorleiterin Andrea Stüber sorgt für den richtigen Ton. Foto: Christoph Strouvelle

Andreas Weist: Meine Lieblingslieder im Repertoire von Chorschatten wechseln. Im Moment sind es „Don’t stop me now“, „Bohemian Rhapsody“ und „Time after Time“ von Cyndi Lauper.