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Unsere Vereine
Kleine Idee, große Schlagkraft


So geht der Aufschlag: Die Betreuerinnen Annica Ferleyko und Anna-Lana Alt zeigen den Jugendlichen, wie es gemacht wird.
So geht der Aufschlag: Die Betreuerinnen Annica Ferleyko und Anna-Lana Alt zeigen den Jugendlichen, wie es gemacht wird. FOTO: Christoph Strouvelle
Gonzerath. Beim SV Gonzerath hat sich eine Abteilung für Volleyball mit 47 Spielerinnen und fünf Trainerinnen fest etabliert. Ins Leben gerufen wurde sie von zwei Schwestern.

In kleineren Orten ist die Zusammensetzung der Vereine oft sehr ähnlich. Fußball, Feuerwehr, Musikverein sind die vorwiegenden Gemeinschaften, die das Vereinsleben prägen. Doch ab und an entwickeln sich durch Eigeninitiative einzelner Personen Aktivitäten, die in solchen Dörfern eher selten vertreten sind. So auch in Gonzerath. Dort haben die Schwestern Stefanie und Corinna Knichel innerhalb des SV Gonzerath, der bei den Herren im Fußball sehr aktiv ist, eine Volleyballabteilung ins Leben gerufen.

Früher hatten die beiden Schwestern in Morbach gespielt. Doch als dort die Mannschaft aufgelöst worden war, haben sie vor elf Jahren in ihrem Heimatort die Initiative ergriffen. Nachdem beide den Trainerschein erworben hatten, luden sie zum Probetraining in die heimische Schackberghalle ein. „Es waren sofort zehn Personen da. Es hatte sich im Dorf herumgesprochen“, sagt Stefanie Knichel. Heute sind es 47 Spielerinnen und fünf Trainerinnen, die in der Volleyballabteilung des Vereins aktiv sind. Bei den Seniorinnen sind zwei Teams am Start. Hinzu kommen zwei Jugendmannschaften.


Stefanie und Corinna Knichel (von links) haben vor elf Jahren den Anstoß zu Volleyball in Gonzerath gegeben.  Foto: Christoph Strouvelle
Stefanie und Corinna Knichel (von links) haben vor elf Jahren den Anstoß zu Volleyball in Gonzerath gegeben. Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle

„Wir wollen die Spielerinnen mit Spaß dabeihalten“, verrät Corinna Knichel das Erfolgsrezept. Die beiden Schwestern sind selbst nicht mehr als Spielerinnen aktiv. Jede von ihnen trainiert eine der Damenmannschaften. „Spielen und trainieren ist schwer. Man muss viel nach den einzelnen Spielerinnen schauen“, sagt Stefanie Knichel. Doch sind ihre Erfahrungen beim Coachen wertvoll. „Wir kennen die Situationen, weil wir früher selbst gespielt haben“, sagt Corinna Knichel.

Spielerinnen des Seniorinnenteams üben Blockabwehr.
 Foto: Christoph Strouvelle
Spielerinnen des Seniorinnenteams üben Blockabwehr. Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle

Die erste Mannschaft hat 2010 erstmals am Ligabetrieb teilgenommen und 2012 erstmals einen Aufstieg gefeiert. 2014 und 2016 folgten weitere. Das Team habe sich als „Fahrstuhlmannschaft“ entpuppt, sagt Stefanie Knichel. Was sie jedoch nicht negativ sieht. Denn in den oberen Ligen können die Spielerinnen wertvolle Erfahrungen sammeln. „Lieber oben verlieren als unten überfordert zu sein“, sagt sie. „Wir sind über jeden Aufstieg froh“, bestätigt Corinna Knichel. Einige Spielerinnen seien von Anfang an mit dabei. Derzeit spielen beide Mannschaften in der Bezirksklasse. Die bisher höchst erspielte Liga war die Bezirksliga.

Die weibliche Jugend aus Gonzerath hat das Volleyballfieber erfasst. Hier die neue Jugendgruppe mit Betreuerin Lydia Palamarenko.
 Foto: Christoph Strouvelle
Die weibliche Jugend aus Gonzerath hat das Volleyballfieber erfasst. Hier die neue Jugendgruppe mit Betreuerin Lydia Palamarenko. Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle

Teamsport für Damen gebe es wenig, sagt Stefanie Knichel. Haben die beiden Schwestern denn schon mal versucht, Männer für Volleyball zu begeistern? „Wir haben es mal mit Mix probiert. Es ist aber keine Mannschaft zustande gekommen“, sagt Stefanie Knichel.


Helena Wetzorke aus Hoxel:
„Ich spiele Volleyball, weil es mich begeistert. Ich bin über eine Freundin dazu gekommen.“
 Foto: Christoph Strouvelle
Helena Wetzorke aus Hoxel: „Ich spiele Volleyball, weil es mich begeistert. Ich bin über eine Freundin dazu gekommen.“ Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle

Dafür ist Volleyball bei den jugendlichen Mädchen begehrt. Eine Gruppe mit Spielerinnen zwischen zehn und 14 Jahren trainiert unter der Leitung von Annica Ferleyko und Anna-Lena Alt bereits seit 2015, in diesem Jahr ist eine weitere mit Spielerinnen ab neun Jahren hinzugekommen, die von Lydia Palamarenko betreut wird.

Hannah Friedhofen aus Gonzerath:
„Mir macht beim Volleyball das Zusammenspiel mit anderen und der Zusammenhalt untereinander viel Spaß.“
Foto: Christoph Strouvelle
Hannah Friedhofen aus Gonzerath: „Mir macht beim Volleyball das Zusammenspiel mit anderen und der Zusammenhalt untereinander viel Spaß.“ Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle

Im kommenden Jahr sind weitere Aktivitäten möglich. Denn neben der Schackberghalle wird dann der neue Beachvolleyballplatz eingeweiht und in Betrieb genommen. „Darauf können wir dann kleine Turniere organisieren“, freuen sich Stefanie und Corinna Knichel.

Darline Möger aus Gonzerath: „Der Teamgeist ist toll, man kämpft zusammen für ein Ziel. Außerdem bleibt man fit.“
Foto: Christoph Strouvelle
Darline Möger aus Gonzerath: „Der Teamgeist ist toll, man kämpft zusammen für ein Ziel. Außerdem bleibt man fit.“ Foto: Christoph Strouvelle FOTO: Christoph Strouvelle