1. Die Woch

Vogel-Szenen: In der Kinderstube der Turmfalken

Vogel-Szenen : In der Kinderstube der Turmfalken

WOCH-Leser Norbert Schuck aus Trittenheim hat eine Turmfalken-Familie beobachtet und fotografiert – von der Paarung bis zum ersten Flug der Jungvögel.

In einer alten Scheune in Trittenheim nisten zwei Paare Turmfalken. Norbert Schuck hat sie dort beobachtet. Turmfalken werden traditionell den Greifvögeln zugeordnet. Nach neuesten DNA-Untersuchungen hat man jedoch festgestellt, dass die Falken genetisch näher mit Papageienvögeln verwandt sind als mit Adlern, Bussarden oder Eulen.

Turmfalken nisten gerne in höher gelegenen Brutplätzen – daher ihr Name. Die Nahrung besteht zu 90 Prozent aus Feld- und Wühlmäusen, aber sie fressen gelegentlich auch kleine Vögel oder Insekten.

In Deutschland schätzt der Naturschutzbund (Nabu) den Bestand auf ungefähr 50 000 Turmfalkenpaare. Sie leben monogam und legen Ende April vier bis sechs Eier. Das Weibchen brütet die meiste Zeit, ungefähr 28 Tage lang.

In dieser Zeit wird es vom Männchen mit Nahrung versorgt.

Nach dem Schlüpfen werden die jungen Falken vier Wochen lang gefüttert und sind dann flügge. Nach dem Ausfliegen bleiben sie noch vier Wochen am Standort, wo sie auch weiterhin von den Eltern gefüttert werde. Danach verlassen sie ihren Standort und suchen sich ein eigenes Revier. Es überleben aber nur etwa 50 Prozent der Jungvögel.

Abflug zur Jagd – die Familie wartet auf Nahrung. Foto: Norbert Schuck
Das Turmfalkenmännchen füttert das brütende Weibchen mit einer Maus. Foto: Norbert Schuck
Zwei Turmfalken bei der Paarung im Frühjahr. Foto: Norbert Schuck
Ein Turmfalkenküken wird gefüttert. Foto: Norbert Schuck
Ein junger Falke hält Ausschau. Foto: Norbert Schuck
Unter dem Flaum der Küken erscheint langsam das charakteristische Federkleid. Foto: Norbert Schuck
Jetzt ist der junge Falke bereit zum Abflug. Foto: Norbert Schuck
Bis zum ersten Flug dauert es noch – aber das Küken trainiert schon seine Muskeln. Foto: Norbert Schuck

Norbert Schucks Fazit: „Es war spannend und hat Spaß gemacht, die Entwicklung zu beobachten.“