1. Die Woch

Schrebergärten: Kleingärten haben Hochkonjunktur

Schrebergärten : Kleingärten haben Hochkonjunktur

Klein- oder Schrebergärten hat­ten eine Zeit­lang ein etwas ange­staub­tes Image. Doch das ist vorbei. In den letzten Jahren war die Nach­frage ste­tig stei­gend. Durch die Co­ro­na-­Pan­demie sind der­zeit in der Region alle Schre­ber­gär­ten ver­geben.

Wo sich früher Gartenzwerge tummelten, findet man heute häufig pfiffige Gartenaccessoires in Schrebergärten. Waschzuber aus Zink vom Flohmarkt sind beispielsweise mit Blumen bepflanzt, eine Holzschubkarre wird zum Kräuterbeet, alte Fahrräder oder Leitern sind mit grün gestaltet und werden so zum Hingucker.

Mehr als eine Million Schrebergärten gibt es in Deutschland insgesamt. In Rheinland-Pfalz vertritt der Landesverband der Kleingärtner 11 000 Kleingärtner, die in 115 Mitgliedsvereinen organisiert sind. Es gibt kleine Anlagen, wie in Konz. Dort gibt es 20 Gärten, in Bitburg sind 43 Gärten organisiert und der Stadtverband Trier hat zwölf Mitgliedsvereine, die insgesamt 1002 Gärten verpachten.

Die Kleingartenanlage Trier-Ost ist mit 156 Gärten die größte, gefolgt von der Härenwies mit 119. Die kleine Anlage ist mit 31 Gärten am Pfahlweiher zu finden. Der größte Kleingartenkolonie Deutschlands findet sich Ulm, wo 1300 Parzellen auf 53 Hektar verteilen.

„Momentan ist kein Garten zu bekommen“, so fasst es Jutta Föhr vom Stadtverband der Kleingärtner Trier zusammen. „Ein bisschen Wechsel war schon immer, etwa zehn Prozent der Gärten bekommen pro Jahr einen neuen Besitzer, momentan sind freie Parzellen aber Ruckzuck weg. Es ist deutlich mehr Nachfrage nach Gärten, als in den vergangenen Jahren“ erklärt sie weiter. Besonders junge Familien, die nur eine enge Wohnung haben, möchten gerne im Garten entspannen. Die Corona-Pandemie ist dabei eine wichtige Ursache.

Das sieht Jochen Schulz vom Kleingartenverein Konz ebenso. Er berichtet: „Wir hatten noch nie Schwierigkeiten, unsere Gärten weiter zu vermieten, aber die Nachfrage ist momentan sehr hoch.“ 1978 wurde die Anlage gegründet und 1983 offiziell eröffnet.

Auch Bernd Weber, vom Kleingartenverein Bitburg stellt eine große Nachfrage fest. „Corona hat da viele auf die Idee gebracht, bei einem Kleingartenverein nachzufragen. Aber momentan haben wir alles belegt.“

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