1. Die Woch

Motor: Mehr Komfort für den Hilux

Motor : Mehr Komfort für den Hilux

Toyotas Pick-up ist einer der Verkaufsschlager und hat jetzt ein umfassendes Facelift erhalten.

Auf der einen Seite Hybride, Batterie-elektrisch betriebene Fahrzeuge und Brennstoffzelle. Vom kleinen Kompaktwagen bis hin zur Premium-Limousine oder dem Top-SUV. Ein Öko-Angebot, das aber „das zweite Gesicht“ von Toyota nicht ausschließt: Offroader, kernige Geländegänger, die der Kraft hubraumstarker Dieselmotoren vertrauen. In diese Kategorie gehört zweifellos der Hilux, ein Pick-up, den die Japaner etwas domestiziert haben, ohne ihn seiner eigentlichen Fähigkeiten zu berauben.

Ein richtiges Arbeitstier, das seit einem halben Jahrhundert zum Modellprogramm bei den Japanern gehört. In der neuesten Variante hat Toyota ihm mit dem Namen „Invincible“ (zu Deutsch unschlagbar) aber auch noch ein paar anderweitige Details spendiert.

Dass dieses mächtige Fahrzeug Nummer zwei im Ranking der meistverkauften Toyotas ist (hinter dem Corolla) mag den einen oder anderen vermutlich etwas wundern. Es zeigt aber auch, dass die Nachfrage nach solchen Automobilen vor allem im Nutzfahrzeugbereich, in der Forst- und Landwirtschaft, nach wie vor groß ist und dass Toyota gut daran tut, dieses Geschäftsfeld im wahrsten Sinne des Wortes weiter zu „beackern“.

Dass aber auch ein solches Genre im Lauf der Jahre nicht ohne eine Weiterentwicklung seiner nur marginal vorhandenen Komforteigenschaften auskommt, haben auch andere Hersteller bereits erkannt und danach gehandelt. So jetzt auch Toyota. Zumal die Nachfrage nach Pick-ups weiter zunimmt. Sei es jetzt als reines Arbeitstier oder als Lifestyle-Weggefährte, der sportliche Einsatzgeräte von Event zu Event karrt. Dem Anbieter wird’s egal sein, aber der Trend ist bekanntlich der „friend“, und deswegen wird bei den Modifikationen auch entsprechend vorgegangen.

Aus der Masse weichgespülter Soft-SUVs sticht der Hilux zwar weiterhin hervor. Was auch eine Folge dessen ist, dass Toyota die Frontpartie seines Pick-ups noch etwas wuchtiger performen lässt. Mit neuen Scheinwerfern und 18-Zöllern. Sein inzwischen mehr auf Komfort ausgelegtes Fahrwerk hat jedoch seinen etwas rustikalen Charme abgelegt und eignet sich nicht nur zum formidablen Gütertransport.

Unübersehbar im wahrsten Sinne des Wortes ist der Toyota Hilux, dessen Top-Version der „Invincible“ ist. Mit einer Länge von 5,30 Metern und einer Breite von 1,80 Metern steht da ein mächtiges Stück Automobil auf der Straße oder im Gelände, das seiner Pflichterfüllung harrt. Die Ladefläche differiert je nach Konfiguration zwischen 1,50 und 2,30 Metern. Dreieinhalb Tonnen ziehen und eine Tonne laden, so wie die Allradvarianten, ist zudem ein Wort.

Unsere ersten Erfahrungen mit diesem Toyota der exorbitanten Arbeiterklasse waren in der Tat schon auf der Anfahrt zum Gelände verwunderlich: Dieses Teil fuhr sich echt Limousinen-like. Der teilte keine harten Stöße in die Bandscheiben aus, war wendig auf der Landstraße, wohl tariert und ausbalanciert in seiner Fahrwerks-Eigenschaft. Das sind die logischen und gerne registrierten Folgen einer neuen Stoßdämpferabstimmung, einer überarbeiteten Hinterachse und einer optimierten Servolenkung mit deutlich mehr Rückmeldung.

Für den Antrieb des 2,1-Tonners sorgt der neue 2,8-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 204 PS und einem Drehmoment von 550 Newtonmetern aus dem Land Cruiser Eine Sechsgang-Automatik überträgt die jetzt um 27 PS gesteigerte Power an die Räder. Dank Wandler-Überbrückung reagiert der Hilux sehr direkt auf Befehle mittels Gaspedal.

Der Hilux orientiert sich in dieser Version deutlich mehr an der verwöhnten SUV-Kundschaft als bisher. Das zeigt auch das gediegene, mit hochwertigen und gut verarbeiteten Materialien ausgestattete Interieur mit viel Platz für Kopf, Arme, Beine, Ellbogen. Designelemente wie schwarzmetallisches oder schwarzes Chrom zielen in die gleiche Richtung.

Der Basispreis für den Toyota Hilux Invincible beträgt 49 497 Euro.