1. Die Woch

Fahrad fahren: Mit Rennrad, E-Bike oder Mountainbike durch die Region

Fahrad fahren : Mit Rennrad, E-Bike oder Mountainbike durch die Region

Fahrradfahrer haben unterschiedliche Vorlieben und Bedürfnisse - Zwischen Eifel und Hunsrück gibt es die passenden Touren.

(red/daj) Die Regionen Hunsrück und Nahe bieten mit ihrer hügeligen Geländeform, ihren abwechslungsreichen Landschaften sowie den ruhigen Straßen und asphaltierten Radwegen beste Voraussetzungen für Rennradfahrer:innen. Um das vorhandene Potenzial optimal auszuschöpfen, hat das Projektbüro „Bike-Region Hunsrück-Nahe“ die Entwicklung eines regionsübergreifenden Rennradnetzes mit passionierten Radsportlern aus der Region gestartet.

Das Streckennetz soll Nahe und Hunsrück miteinander verknüpfen, regionale Dienstleister und landschaftliche sowie kulturelle Besonderheiten einbinden. Es zielt darauf ab, Rennradtouristen in die Region zu locken, diese zu inspirieren und ihnen die Urlaubs- und Tourenplanung zu erleichtern. Beschildert werden die Strecken nicht, da die meisten Rennradradfahrer mit einem Radcomputer navigieren.

Mit der Hilfe engagierter Rennradfahrer aus der Region konnten bereits sechs Strecken umgesetzt werden.

Unter die Räder genommen werden kann zum Beispiel bereits die Mehrtagestour „Ren(n)dezvous mit Hunsrück und Nahe“, die auf 305 Kilometern und 3500 Höhenmetern um die gesamte Bike-Region verläuft. Sportlich wird es bei der Rundtour „Erbeskopf Climb“, die auf 125 Kilometern und 1700 Höhenmetern die Kondition auf die Probe stellt und mit der Aussicht am Erbeskopf belohnt. Auf den Spuren der Film-Trilogie von Edgar Reitz verläuft die „Tour de Heimat“ auf 90 Kilometern und 1500 Höhenmetern durch den Soonwald und den Hauptdrehort Gehlweiler.

Aktuell umfasst das Netz etwa 750 Kilometer Rennradstrecken – Tendenz steigend, denn es befinden sich weitere Strecken in Planung. Um eine optimale touristische Wertschöpfung zu erzielen und den Rennradgästen Rundumsorglos-Pakete zu bieten, sind für die Zukunft auch Pauschalen mit Übernachtung, Guiding und Gepäcktransfer angedacht.

Infos zu allen Strecken und Touren gibt es auf www.hunsruecktouristik.de und auf www.naheland.net.

Wer nicht ganz so sportlich unterwegs ist, sondern lieber gemütlich die Natur genießen möchte, kann natürlich einen der touristischen Radwege nutzen: zum Beispiel den Hunsrück-Radweg, der von der Saar bis an den Rhein führt. Weil die Strecke über den Erbeskopf, die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz führt, ist weniger geübten Fahrern die Nutzung eines E-Bikes unbedingt zu empfehlen.

Das gilt natürllich ebenso in der Eifel, wenn man nicht gerade einen der meist flach verlaufenden Flussradwege, etwa an der Kyll, wählt. Ein neuer Weg soll am 15. August offiziell eröffnet werden: Der knapp 35 Kilometer lange Eifel-Pilger-Radweg verläuft von der Abtei Himmerod bis zur Wallfahrtskirche Klausen und streift dabei weitere kleinere Kirchen und Kapellen wie die Fintenkapelle bei Bergweiler und die Burgkapelle in Ensch. Von Klausen aus kann die Tour in Richtung Maring-Noviand bis zur Klostermühle SIebenborn fortgesetzt werden. Bis dorthin sind insgeamt gut 46 Kilometer zurückzulegen. Außerdem besteht dort Anschluss an den Maare-Mosel-Radweg in Richtung Bernkastel-Kues oder Wittlich. Vor der Eröffnung gab es allerdings Beschwerden von Anwohnern, dass der Weg insbesondere im Bereich Großlittgen wegen des groben Schotterbelags nicht oder nur schwer befahrbar sei. Die betroffenen Abschnitte sollen aber noch einmal nachgebessert werden, so dass dem Fahrvergnügen bald nichts mehr im Weg stehen dürfte.

Weil das E-Bike-Fahren im Trend liegt und auch an der Mosel immer mehr Radler mit elektrischer Unterstützung unterwegs sind, baut das Ferienland Bernkastel-Kues sein Angebot für diese Zielgruppe aus. Der neue Moselhöhenradweg ermöglicht Touren, die besondere Ausblicke auf die Flusslandschaft bieten. Ein Highlight ist die knapp 48 Kilometer lange Moselloreley-Tour, die mit mehreren Auf- und Abstiegen durch die Weinberge von Bernkastel-Kues über Maring-Noviand nach Piesport führt. Der höchste Punkt – etwa 200 Meter über dem Moselufer – wird an der Panoramastraße kurz vor Piesport erreicht, bevor es in Serpentinen in den Ort hinab geht. Der Rückweg kann dann ganz entspannt am rechten Flussufer auf dem Moselradweg zurückgelegt werden.

Wieder andere Radfahrer lieben die Herausforderung, steile Abfahrten und enge Kurven auf schmalen Pfaden mit dem Mountainbike zurückzulegen. An der Mosel bietet sich dafür zum Beispiel die Zwei-Schanzen-Tour von Bernkastel-Kues nach Traben-Trarbach und zurück an. Anspruchsvollste Passage der 29 Kilometer langen Tour mit 1180 Höhenmetern ist der Ameisentrail, der über 23 Spitzkehren ins Kautenbachtal führt.

Alle Informationen zu Radtouren im Bereich Bernkastel-Kues gibt es auf www.bernkastel.de. Alle Touren sind mit dem Portal Outdooractive verknüpft, von dem Koordinaten im Forma GPX oder KML auf das Navi oder das Smartphone geladen werden können. Dies ist zu empfehlen, weil bis auf die großen Premiumradwege bei neuen Touren auf eine Beschilderung vor Ort verzichtet wird.

Diesen Weg will man auch im Trailpark Vulkaneifel gehen. Dort waren bislang 750 Kilometer Mountainbike-Routen in den Regionen Gerolstein, Daun, Kelberg, Ulmen und Manderscheid vollständig mit Wegweisern versehen. Dies wird sich aber mit der Erweiterung des Trailparks in die Region Wittlich ändern. Das erste Projekt ist eine 50 Kilometer lange Rundtour, bei der nur noch das Navigationsgerät den Kurs vorgibt. Eine Übersicht über alle Touren gibt es auf www.vulkan.bike

 Der Eifel-Pilger-Radweg führt von der Wallfahrtskirche Klausen (oben) zum Kloster Himmerod.
Der Eifel-Pilger-Radweg führt von der Wallfahrtskirche Klausen (oben) zum Kloster Himmerod. Foto: TV/Klaus Kimmling
 Herbstbild: Die bunten Blätter tauchen diese Klausener Kirche in eine herbstliche Stimmung. Foto: Hans-Peter Linz
Herbstbild: Die bunten Blätter tauchen diese Klausener Kirche in eine herbstliche Stimmung. Foto: Hans-Peter Linz Foto: TV/Hans-Peter Linz

Wer nicht nur aus Spaß an der Freude aufs Mountainbike steigt, sondern daürber hinaus den sportlichen Wettkampf sucht, kann am Samstag, 11. September, am Vulkanbike-Marathon teilnehmen. Es stehen verschiedene Strecken von 20 bis 100 Kilometern länge zur Auswahl. Infos auf www.vulkanbike.de