1. Die Woch

Klöster der Region: Mittelpunkte des geistlichen Lebens

Klöster der Region : Mittelpunkte des geistlichen Lebens

Klöster haben die Geschichte der Region geprägt. Ihre Bauten legen bis heute Zeugnis ab.

Kaiser(innen), Könige und Päpste setzten sich für den Bau von Abteien in der Region ein. Mit diesen Partnern an ihrer Seite stärkten sie ihren Machtanspruch und gewannen die Deutungshoheit in Glaubensfragen.

Die Welt der christlichen Klöster ist eine ganz eigene. Mönche und Nonnen leben ein Leben, in dem sie sich ganz Gott verschreiben: In ­klösterlicher Abgeschiedenheit widmen sie sich im Auftrag der Kirche überwiegend dem Gebet und der sogenannten Kontemplation, das heißt, sie beschäftigen sich intensiv mit Fragen zu Gott und seinem Wirken. Wer Mitglied eines Mönchsordens werden oder einem Ordenszweig für Nonnen angehören möchte, muss ein feierliches Gelübde ablegen.

Das deutsche Wort Kloster leitet sich ab vom lateinischen Begriff „claustrum“ („verschlossener Ort“). Ursprünglich war damit der Kreuzgang eines Klosters gemeint – der im Deutschen jetzt stellvertretend für die gesamte Anlage steht, in der Mönche und Nonnen leben; im Gegensatz hierzu heißt dieser Gebäudekomplex im Englischen zum Beispiel „monastery“ und im Französischen „monastère“.

Geistlicher Mittelpunkt einer Klosteranlage ist in der Regel die Klosterkirche. Zentral liegt meist der von einem Kreuzgang umgebene Klosterhof. Außerdem gehören ein Refektorium (Speisesaal), ein Dormitorium (Schlafsaal) und ein Kapitelsaal (Versammlungsraum) dazu. Diese Räume werden gelegentlich durch ein Infirmarium (Krankenabteilung) oder ein Scriptorium (Schreibsaal) sowie einer Bibliothek ergänzt. Zudem ergänzen oft eine Vielzahl von landwirtschaftlich genutzten Wirtschaftsgebäuden eine Klosteranlage.