1. Die Woch

Motor: Mokka, Mokka dank Manta, Manta

Motor : Mokka, Mokka dank Manta, Manta

Opel stellt sein neues SUV als Crossover mit zwei Antriebsvarianten auf die Räder: Stromer und Verbrenner.

Ob Schauspieler Til Schweiger den neuen Opel Mokka heute genauso „geil“ finden würde wie sein Fahrzeug vor genau 30 Jahren als „Manta-Manta-­Schnösel“ wissen wir natürlich nicht. Aber ausschließen können wir es auch nicht. Denn das neue SUV der Rüsselsheimer trägt durchaus die Züge, aber nicht die Gene des Kultflitzers aus dem Jahre 1991 mit sich. Denn bei der Frontpartie, so Designer Stefan Arndt, hätte sich der Rüsselsheimer Autobauer „von der ersten Manta-Generation inspirieren lassen.“ Aus dem etwas hausbacken wirkenden SUV ist ein schicker Crossover geworden.

Was mit Sicherheit kein schlechtes Omen ist für den weiteren Weg des Mokka ist, den Opel in der neuen Generation als vollelektrischen Stromer, aber auch mit Verbrenner-Varianten auf den Markt bringen wird. Apropos Optik: Mit dem Mokka beginnt die neue Designsprache des traditionsreichen Hauses: Ein neugestalteter Opel-Blitz und ein in der Mitte des Hecks angebrachter Modellschriftzug sind ein Teil dessen, aber natürlich längst nicht alles.

Als Teil des französischen PSA-Konzerns, der mittlerweile wie auch Fiat Chrysler in dem automobilen „Superstern“ Stellantis aufgegangen ist, hat Opel seine Rolle als Aushängeschild der neuen sauberen Mobilität gefunden. Die Modellpalette der Fahrzeuge mit dem Blitz beinhaltet mittlerweile fünf rein elektrische Fahrzeuge, wobei es nicht bleiben wird. Wenn das Jahr zu Ende ist, soll auch der neue Astra als E-Mobil neben diversen Verbrennern auf der Straße stehen.

Einen Unterschied zwischen den Verbrenner-Angeboten und dem elektrifizierten SUV entdeckt man auf den ersten Blick nicht. Auch er steht auf der CMP-Plattform von PSA, was den Vorteil hat, dass man die komplette Modellreihe ungeachtet ihrer Antriebstechnologie auf nur einem Band fertigen kann. Im Vergleich zum Vorgänger hat der neue Mokka mit 4,15 Meter genau 12,5 Zentimeter in der Länge eingebüßt. Im Innenraum merkt man davon nichts und da die Dachlinie erheblich flacher geworden ist, (minus 12,5 Zentimeter) macht der Mokka jetzt einen zwar etwas gedrungenen, aber auch sportlicheren Eindruck.

Den Vortrieb des Mokka-e besorgt ein 136 PS starker Elektromotor, mit einer 50 kWh starken Batterie. Die WLTP-Reichweite gibt Opel mit 324 Kilometern an. Wie immer bei rein elektrischen Automobilen steht das maximale Drehmoment (in diesem Falle 260 Newtonmeter) von Beginn an zur Verfügung. Wählen kann man zwischen den Einstellungen „Normal“, „Sport“ und „Eco“, was die wirtschaftlichste Variante ist und zusätzliche Kilometer verspricht. Beim Laden mit bis zu 100 kW ist die Batterie nach 30 Minuten zu 80 Prozent aufgefüllt. Bei 11 kW dauert es etwas mehr als fünf Stunden.

Unsere ersten Fahreindrücke: unaufgeregt, ausgewogen, das Fahrwerk schluckt jede Menge Rüttelei der durch reichlich Frost in Mitleidenschaft gezogenen Straßen. Das Portfolio der Assistenzsysteme umfasst Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung und automatischer City-Gefahrenbremsung sowie Spurhalteassistent, Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung plus Tempomat. Matrix-Licht, das sich automatisch auf die Verkehrssituation einstellt, gibt es gegen Aufpreis.

  Beim Laden mit bis zu 100 kW ist die Batterie nach 30 Minuten zu 80 Prozent aufgefüllt. Bei 11 kW dauert es etwas mehr als fünf Stunden.
Beim Laden mit bis zu 100 kW ist die Batterie nach 30 Minuten zu 80 Prozent aufgefüllt. Bei 11 kW dauert es etwas mehr als fünf Stunden. Foto: Opel

Die Preise des Mokka-e liegen zwischen 34 110 Euro in der Basisversion und 41 220 Euro in der Topvariante Ultimate. Nicht eingerechnet ist der grüne E-Bonus in Höhe von 9570 Euro.