1. Die Woch

Motor: Nicht nur, aber auch fürs Gelände

Motor : Nicht nur, aber auch fürs Gelände

Toyota bietet den Kleinwagen Yaris Cross in Deutschland ausschließlich als Hybrid-Variante an.

Kleinfahrzeuge, sogenannte City-Cars, mit mehr oder wenige Outdoor-Gehabe auf die Straßen zu schicken, ist ein Trend, dem derzeit viele Hersteller nachgeben. Und das mit Erfolg. Ein bisschen höher gelegt, ein paar Planken an der Seite, ein (angedeuteter) Unterbodenschutz, im Gepäckabteil für Gummistiefel und anderes nützliches Gerät mit Gummimatten Platz geschaffen: Und schon sieht so ein braver Alltagswagen doch schon ganz anders aus: abenteuerlicher, aufregender halt. Diesem Trend folgt jetzt auch Toyota und kleidet seinen Kleinwagen Yaris als Yaris Cross nicht nur neu ein, sondern gibt ihm auch technisch einiges mit auf den Weg, um den Beinamen Cross zu rechtfertigen. Am Yaris haben die Japaner offensichtlich viel Spaß für optische und technische Veränderungen gefunden. Frei nach dem Motto: Lasst uns doch mal sehen, was da geht. Und so folgt jetzt nach dem „Donnervogel“ Yaris GR mit Rallye-Genen die höher gelegte „Wald-und-Wiesen-Variante: Die Markteinführung ist am 18. September. Die Preisliste beginnt bei 22 690 Euro für die frontgetriebene Basisversion. Die günstigste Allrad-Variante beginnt bei 29 060 Euro.

Dabei zeigten die Toyota-Designer erneut, zu was sie fähig sind. Der ansonsten eher kreuzbrave Kleinwagen wurde mit der eingangs angesprochenen Beplankung, mit LED-Leuchten vorn und hinten so ein bisschen in Richtung Mini-RAV4 kreiert. So sah der Urvater der Klein-SUV in seiner ersten, zweitürigen Version aus. Verantwortlich dafür sind die hellen Köpfe im europäischen Designzentrum des Herstellers an der Côte d’Azur in Nizza.

Der Yaris Cross ist mit 4,18 Metern etwas länger geraten als die „normale“ Ausgabe (zwei Zentimeter), ist dafür aber um neun Zentimeter höher geworden. Und an Bodenfreiheit darf es natürlich nicht fehlen. Zweieinhalb Zentimeter zusätzlicher Abstand zur Fahrbahn sind hinzugekommen. Was mehr als Spielerei und Angeberei ist. Im Gegensatz zu Angeboten mancher Wettbewerber verfügt der Yaris Cross über einen optionalen Allradantrieb. Das heißt, Gelände muss nicht sein, Darf und kann aber durchaus sein.

Ist das nicht der Fall, werden lediglich die Vorderräder angetrieben. Dann begnügt sich der Cross erstens mit etwas weniger Sprit, macht aber durchaus einiges her und ist zumindest auf den ersten Blick hin mehr als nur ein „gemeiner“ Yaris. So ein bisschen darf man den Abenteurer damit auch schon mal am Rande der Fußgängerzone raushängen lassen.

Zur Ausstattung zählen unter anderem ein Head-up-Display, das über Verkehrszeichen und Navi-Infos Bescheid gibt, eine automatische Abstands- und Spurhaltung, eine elektrische Heckklappe, die man mit einer Bewegung des Fußes öffnen kann und automatisches Fernlicht. Zwei Fahrräder kann man im Heck des Probanden verstauen, wenn man die dreigeteilte Rückbank nach vorn geklappt hat. Dafür, dass die Räder nicht im Fahrzeug umherfliegen, sorgt ein eigenes Gurtsystem.

 Den Kleinwagen Toyota Yaris gibt es jetzt in drei Varianten: Yaris, Yaris Cross und Yaris GR. 
Den Kleinwagen Toyota Yaris gibt es jetzt in drei Varianten: Yaris, Yaris Cross und Yaris GR.  Foto: Toyota/Harald Dawo

Der Toyota Yaris Cross wird in Deutschland ausschließlich als Hybrid angeboten. Der besteht in diesem Fall aus einem 1,5-Liter-Dreizylinder und einem Elektromotor, woraus sich eine Systemleistung von 116 PS ergibt. Das reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Toyota gibt 4,6 Liter als Verbrauch auf 100 Kilometer an. Ab 22 690 Euro gibt es die Einführungsversion mit Frontantrieb. 33 660 Euro kostet der Top-ausgestattete Yaris Cross mit Allradantrieb. Außerdem wartet beim Händler eine sogenannte vollständig ausgerüstete Premier Edition für 34 390 Euro.