Unsere Vereine: Der SC Irrhausen ist seit 50 Jahren am Ball

Unsere Vereine : Der SC Irrhausen ist seit 50 Jahren am Ball

Der Sportclub Irrhausen wird 50 Jahre alt. Der Antrieb zur Gründung des Tischtennisvereines war, dass die Jugendlichen des Dorfes in der Volksschule das Tischtennisspielen kennengelernt hatten und diesen Sport im Verein betreiben wollten.

So kam es dazu, dass kurz vor Fastnacht des Jahres 1969 die Jugendlichen Robert Maus, Johann Mayer und Edmund Oehms den damaligen Schulleiter Werner Dannhofer aufsuchten, um diesen für die Idee der Vereinsgründung zu gewinnen. Schulleiter Dannhofer war von der Initiative der Jugendlichen begeistert und übernahm die Aufgabe, Gespräche mit der Zivilgemeinde wegen einer finanziellen Unterstützung und mit der Kirchengemeinde wegen der Nutzung des Jugendheims als Trainings- und Spiellokal zu führen.

Nachdem diese Gespräche positiv verlaufen waren, trafen sich am 13. März 1969 insgesamt 14 Personen in der Volksschule in Irrhausen und beschlossen, einen Tischtennisverein mit dem Namen „Sportclub Irrhausen“ zu gründen und diesem die Vereinsfarben Schwarz-Rot zu geben.

Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:1. Vorsitzender Edmund Marzi, stellvertretende Vorsitzende Gabriele Mayer, Schriftführer Werner Dannhofer, Kassenwart Robert Maus, Jugendwart Edmund Oehms, Kassenprüferin Agnes Thielges. Die Zahl der Mitglieder wuchs in kurzer Zeit auf über 30 an, und in den Folgejahren warder Tischtennisverein ein beliebter Verein der Dorfjugend.

Mit großem Trainingseifer begann nun die Vorbereitung auf die erste Tischtennis-Saison. „Die erste Tischtennisplatte wurde von Peter Meyer aus Schwirzheim erworben, der auch an einigen Abenden zum Training unserer 1. Mannschaft ins Jugendheim nach Irrhausen kam“, erinnert sich der heutige Vorsitzende Josef Maus, selbst eines der Gründungsmitglieder (siehe Hintergrund). Ansonsten versuchte man im Training untereinander, die erforderliche Spielstärke zu erlangen.

„Als unser Lehrer Herr Werner Dannhofer dann im Sommer 1969 nach Ruwer versetzt wurde, wardas für den im Aufbau befindlichen Verein ein großer Schock“, sagt Josef Maus. Doch der gute Zusammenhalt derer, die zu jener Zeit die verantwortlichen Funktionen wahrnahmen, ließ den Verein diese schwierige Phase überstehen.

Nach Vorbereitungsspielen gegen die Tischtennismannschaft des SV Daleiden startete man am 27. September 1969 mit folgender Mannschaft gegen die KLJB Rommersheim 2 in den Meisterschaftsspielbetrieb: Robert Maus, Josef Maus, Theo Hoffmann, Reinhold Weyres, Erhard Weiland, Wolfgang Weiland. Im Jahr 1971 wurde eine Damenmannschaft gemeldet, die einige Jahre am Wettspielbetrieb der Region Eifel teilnahm. 1972 wurde mit gezielter Jugendarbeit begonnen, so dass ab der Saison 1973 auch diese Mannschaften für den regulären Spielbetrieb gemeldet werden konnten. Neben dem systematischen internen Training, war es auch dem Kreistraining unter dem damaligen Kreistrainer Walter Nickelszu verdanken, das die Spielstärke permanent gesteigert werden konnte. Aufgrund von Spielermangel im Erwachsenenbereich konnte man zwei Jahre nicht am Wettspielbetrieb teilnehmen. Im Jahr 1977 wurde aus der Kombination von drei Spielern der Gründermannschaft (Robert Maus, Josef Maus, Wolfgang Weiland) und vier Nachwuchsspielern (Reinhard Munkler, Bertram Munkler, Rudi Holper, Günter Gilz) eine Herrenmannschaft gebildet, die wieder am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen konnte.Dieser Mannschaft gelang es auf Anhieb, den Staffelsieg, verbunden mit dem Aufstieg, zu erringen.

In den Folgejahren spielte der SC Irrhausen mit einer oder mehreren Herrenmannschaften ohne weitere Unterbrechungen in den verschiedenen Spielklassen des Eifelkreises. Und auch im Jugendbereich wurde über viele Jahre ebenfalls mit einer oder mehreren Mannschaften am Wettspielbetrieb teilgenommen. Sofern eine Mannschaft nicht gebildet werden konnte und kann, wird eine Trainingsgruppe für Kinder und Jugendliche angeboten. Die verschiedenen Mannschaften konnten im Laufe der 50-jährigen Vereinsgeschichte viele sportliche Erfolge erzielen. Josef Maus nennt als einen herausragenden Erfolge die Bezirksmeisterschaft Trier der Schülerinnen in der Saison 1977/78. Die Spielerinnen waren Claudia Gierenz, Claudia Gilz, Modesta Schuhmacher und Martina Maus. Der bisher größte Erfolg im Herrenbereich war in der Saison 2017/18 der Pokalsieg der Kreisliga Eifel durch die 1. Mannschaft. Das Endspiel gewannen Reinhard Munkler, Marco Meutes und Peter Dahm in Pronsfeld.

Die Goldene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland wurde Josef Maus (links) im August 2015 vom Präsidenten des Sportbundes, Fred Pretz, in Waxweiler verliehen. Foto: SC Irrhausen/Hans-Michael Zimmer/SC Irrhausen
Ob es zum 50. Jahrestag wieder solch ein Geschenk gibt? Sicher ist: Am Samstag, 28. September, wird ab 20 Uhr im Dorfgemeinschafts haus Irrhausen das Jubiläum gefeiert. Foto: SC Irrhausen/Hans-Michael Zimmer/SC Irrhausen
Dieses Bild zeigt die Jugendspieler des Vereines in neuen Trikots im September 2016. Foto: SC Irrhausen/Hans-Michael Zimmer/SC Irrhausen
Der Irrhausen am Vereinstag der VG Arzfeld im September 2015. Foto: SC Irrhausen/Hans-Michael Zimmer/SC Irrhausen
Mit den Kindern und Jugendlichen sind viele Ausflüge unternommen worden, zum Beispiel in den Eifelpark Gondorf. Foto: SC Irrhausen/Hans-Michael Zimmer/SC Irrhausen

Um die finanzielle Situation des jungen Vereines zu verbessern, wurden von den Vereinsmitgliedernin den Jahren 1970 im Saal Holper in Irrhausen und 1971 im Jugendheim Irrhausen Theaterspiele aufgeführt, die eine große Resonanz bei der Dorfbevölkerung fanden. Zur Förderung der Kameradschaft wurden insbesondere in den Anfangsjahren des Vereins gemeinsame Ausflugsfahrten und Wanderungen unternommen, sowie Weihnachtsfeiern veranstaltet. „Aufgrund des geänderten Freizeitverhaltens, sind derartige gemeinsame Unternehmungen derzeit etwas in den Hintergrund getreten“, bedauert Josef Maus, der sich über neue junge Spieler freuen würde. Stattdessen gehört seit einigen Jahren ein Trainingswochenende an der Tischtennisschule in Grenzau zum festen Jahresprogramm einiger Aktiver.

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