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Kultur
Literatur ist der Renner

Kolumnist und Bestsellerautor Axel Hacke hat das Publikum im vollbesetzten Forum in Daun glänzend unterhalten – und auch ein wenig nachdenklich gestimmt. Viele Fans haben sich nach der Lesung ihre Bücher signieren lassen.
Kolumnist und Bestsellerautor Axel Hacke hat das Publikum im vollbesetzten Forum in Daun glänzend unterhalten – und auch ein wenig nachdenklich gestimmt. Viele Fans haben sich nach der Lesung ihre Bücher signieren lassen. FOTO: Mario Hübner
PRÜM. Mit den ausverkauften Lesungen von Krimi-Queen Charlotte Link am 26. Oktober und „Welt“-Herausgeber Stefan Aust am 31. Oktober ist das 13. Eifel-Literatur-Festival zu Ende gegangen.

Die Bilanz 2018: mehr als 14 000 Besucher bei 24 Veranstaltungen von April bis Oktober, in den Eifelorten Bitburg, Prüm, Gerolstein, Daun und Wittlich. Dies seien gut 2000 mehr als bei der vorherigen Auflage des Festivals vor zwei Jahren, sagte Festivalchef Josef Zierden in Prüm.

Im Durchschnitt zählten die Organisatoren rund 600 Besucher pro Veranstaltung. 15 der 24 Veranstaltungen waren ausverkauft. Von 1500 Besuchern im Eventum Wittlich über 807 Besucher in der Bitburger Stadthalle bis zu rund 300 Plätzen in Haus Beda in Bitburg reichte das Spektrum der Festivalsäle. Besondere Publikumsmagneten waren Sebastian Fitzek, Anselm Grün, Ranga Yogeshwar, Gregor Gysi, Axel Hacke, Elke Heidenreich oder Stefanie Stahl.

Festivalchef Josef Zierden zeigt sich sehr zufrieden mit der Resonanz bei Publikum und Autoren. Noch nie habe der Vorverkauf eine solche Dynamik entfaltet: mit mehr als 2500 Tickets am ersten Vorverkaufstag im November 2017 und mehr als 5000 Tickets bereits nach fünf Tagen.

Die Besetzung war international mit Autoren etwa aus Weißrussland, Österreich, der Schweiz und Belgien. Und mit Swetlana Alexijewitsch war bereits die vierte Nobelpreisträgerin für Literatur als Festivalgast, nach Imre Kertesz, Günter Grass und Herta Müller. Der Mix aus Belletristik und Sachbuch, Anspruch und Unterhaltung prägte das Festivalprogramm.

Auffallend sei auch der besonders große geographische Radius der Besucher gewesen, sagt Festivalchef Zierden: Neben Gästen aus der Stammregion von Eifel, Mosel, Saar, Hunsrück und Ahr und aus allen Teilen von Rheinland-Pfalz seien Besucher vor allem aus Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, aus Belgien und Luxemburg und den Niederlanden angereist; dazu aus Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, aus Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.