1. Die Woch

RAV4 Hybrid: Toyota stromert weiter

Motor : RAV4 Hybrid: Toyota stromert weiter

Toyota macht es weiter „spannend“ und beschreitet den Weg der Elektrifizierung seiner Modellreihe voran. Mit dem neuen RAV4 PHEV, der ab diesem Wochenende in den Schauräumen der regionalen Händler steht, bringt der japanische Autobauer nach dem Prius PHEV hierzulande den zweiten Plug-In-Hybrid auf den Markt.

Die Preise für das „Teilzeit-Stromer“-SUV beginnen bei 46 293 Euro, von denen die Umweltprämie noch abgeht. Der japanische Autobauer ist, auch mit den Modellreihen seiner Nobelmarke Lexus, schon seit vielen Jahren ein Vorreiter auf diesem Gebiet des automobilen Antriebs.

Was den PHEV vom RAV4 Hybrid optisch unterscheidet: Anders als dieser kommt das 4,60 Meter lange SUV deutlich auffallender mit dunklem Kühlergrill und mit einem angedeuteten schwarzen Unterfahrschutz in die regionalen Toyota-Schauräume. Er offeriert dank eines Radstands von 2,69 Metern reichlich Platz. Fünf Personen und jede Menge erforderliches Gepäck dazu sind kein Problem. Im variabel zu gestaltenden Interieur können von 520 bis maximal 1604 Liter an Kisten, Kästen und Koffern bei umgeklappten Rücksitzen auf die Reise mitgenommen werden.

Das Herzstück des Toyota RAV4 PHEV ist ein 2,5 Liter großer Vierzylinder Benziner mit 185 PS und 227 Newtonmetern an Drehmoment zwischen 3200 und 3700 Umdrehungen. Dieser wird in seiner Verbrenner-Funktion von zwei Elektromotoren unterstützt. An der Vorderachse arbeitet ein 182 PS starker Elektromotor. Ein weiterer, zusätzlicher Elektromotor versieht seine Dienste an der Hinterachse. So kommen noch einmal 54 PS hinzu, was dann eine Systemleistung von 306 PS ergibt.

Die beiden Elektro-Aggregate werden über eine 18,1 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie gespeist. Sie ist platzsparend unterhalb des Fahrzeugbodens angebracht. Den Sprint von Null auf Tempo 100 erledigt der RAV4 PHEV dergestalt innerhalb von sechs Sekunden. Bei Tempo 180 ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Der elektrische Top-Speed ist bei Tempo 135 zu Ende. Toyota gibt einen Verbrauch von einem Liter an. Je nachdem, wie das Streckenprofil das Abwägen zwischen Verbrenner und Elektromotoren erlaubt.

Auf die Räder übertragen wird die Energie mit Hilfe eines Planetengetriebes. Toyota gibt die rein elektrisch zu bewältigende Reichweite mit 75 Kilometer nach dem WLTP-Messverfahren an. Das neue Flaggschiff der RAV4-Baureihe wird mit einem serienmäßigen Ladekabel aufgeladen. Und zwar mit einem Schuko-Ladekabel an einer abgesicherten Haushaltssteckdose (10 Ampere) in 7,5 Stunden. Über einen Typ-2-Ladeanschluß mit Wallbox dauert der komplette Ladevorgang viereinhalb Stunden. Wenn die elektrische Reserve nicht mehr ausreicht, dann übernimmt der Verbrenner das Antriebsgeschehen. Hat man den Starterknopf betätigt und drückt das Gaspedal leicht durch, dann nimmt der Toyota RAV4 Plug-In-Hybrid unhörbar Fahrt auf. Der Startvorgang erfolgt in jedem Fall rein elektrisch. Das Hybridsystem verfügt insgesamt über vier Fahrprogramme (EV, HV, Auto HV/EV, Batterielademodus). Ist eine Batterie leer, schaltet das System automatisch in den Hybridmodus.

Anzeigen über Verbrenner- und Elektro-Verbräuchen dominieren das Cockpit. Foto: Toyota

Den Übergang vom reinen elektrischen Fahren zum Hybridmodus bemerkt beim Fahren nicht. Er wird jedoch an der Energieanzeige optisch rübergebracht. Der Plug-In-Hybrid überzeugt mit einer sehr zufriedenstellenden Durchzugskraft. Das Fahrwerk ist zwischen straff und komfortabel harmonisch abgestimmt. Zusätzliches Dämmmaterial und einer Akustikverglasung sorgen für vermeintliche Laufruhe und ein angenehm entspannendes Fahrvergnügen.